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Neuer Nachtexpress: Moon – die dunkle Seite der Fracht

Ein neuer Nachtexpress-Dienst bringt werknächtlich eilige Teile und Maschinen aus einem Zentral- oder Regionalersatzteillager in den Handel oder in Werkstätten.
(v.l.n.r.): Joachim und Georg Kierdorf starten Moon – die dunkle Seite der Fracht | Foto: Joachim Rieger
(v.l.n.r.): Joachim und Georg Kierdorf starten Moon – die dunkle Seite der Fracht | Foto: Joachim Rieger
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Tobias Schweikl

Der Branchenexperte Georg Kierdorf hat einen neuen Nachtexpress-Service gegründet. Der neue Dienstleister Moon SE richtet sich derzeit als reines B2B-Geschäftsmodell ausschließlich an die Bereiche Automotive, Bau- und Landmaschinen. Dort sollen künftig werknächtlich zwischen 2 und 8 Uhr eilige Ersatzteile aus einem Zentral- oder Regionalersatzteillager in den Handel oder direkt in Werkstätten geliefert werden. Die Zustellung erfolge ausschließlich an vereinbarte Depotplätze. Quittiert wird nur per Ablieferscan.
Maß- oder Gewichtsbeschränkungen gäbe es nicht. „Ein Lkw-Motor kann 1.000 Kilogramm und mehr wiegen, ein Mähmesser für einen Mähdrescher kann bis zu neun Meter lang sein“, so Kierdorf. „Ziel sei eine durchgängige Zustellqualität von mindestens 99 Prozent.“ Um das zu erreichen setze das Unternehmen auf fest angestellte und „fair bezahlte“ Zusteller. Subunternehmer und Zeitarbeiter soll es bei Moon nur in Ausnahmefällen geben, heißt es in einer Mitteilung.
Vorstand Georg Kierdorf hat für das neue Unternehmen zusammen mit seinem Bruder Joachim eine Reihe von Manager mit einem Hintergrund in der Nacht-Logistik gewonnen. Das Team habe vor der Gründung von „Moon“ den Marktführender nox aus dem TNT-Konzern herausgelöst, neu aufgestellt und erfolgreich saniert, heißt es. Kierdorf selbst ist gelernter Jurist und arbeitet seit 1984 in der Branche. Damals war er Mitbegründer von NVS.
Ambitionierte Pläne
Aktuell sind fünf Standorte in Betrieb: Berlin/Potsdam (moon14), Hermsdorf (moon07), Osnabrück (moon49), Frankfurt (moon60) und Karlsruhe (moon76). Hier wurde in den vergangenen Wochen der operative Testbetrieb vollzogen. Von Januar 2019 sollen die Niederlassungen Hamburg (moon20), Hannover (moon30), Köln (moon50), Würzburg (moon97) und Augsburg (moon86) ans Netz gehen und damit die Lücken zur bundesweiten Flächendeckung schließen.
In keinem dieser Zentren gäbe es Band- oder automatische Sortieranlagen, „bei uns wird alles manuell sortiert, ein für uns sehr wichtiges Qualitätskriterium“, so Kierdorf. Die Geschäftsgründer halten im ersten Schritt eine Kapazität von rund 30.000 Packstücken pro Nacht vor; bis 2022 ist der Ausbau auf 200.000 Packstücke über 25 Niederlassungen geplant. Über Partner decke Moon Deutschland und 25 europäische Länder mit Express- und Nachtexpress-Verkehren ab, so das Unternehmen. Moon selbst verfüge der Mitteilung zufolge über 500.000 Euro eingezahltes Stammkapital und eine Eigenkapitalbasis von rund 18 Millionen Euro.

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