Neues Lagerführungssystem: Fashionlogistiker Meyer & Meyer implementiert neues WMS im Logistikzentrum Peine

In seinem Logistikzentrum in Peine nutzt der Modelogistiker Meyer & Meyer ein LFS des Anbieters EPG. Die Implementierung erfolgte innerhalb von sechs Monaten.

Meyer & Meyer legt großen Wert auf die Nutzerfreundlichkeit der eingesetzten IT-Systeme. Das LFS von EPG erfülle diese Bedingung. (Foto: Meyer & Meyer)
Meyer & Meyer legt großen Wert auf die Nutzerfreundlichkeit der eingesetzten IT-Systeme. Das LFS von EPG erfülle diese Bedingung. (Foto: Meyer & Meyer)
Tobias Schweikl
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Sandra Lehmann)

Der in Osnabrück ansässige Fashion- und Textillogistiker Meyer & Meyer hat für die Abwicklung eines neuen Modekunden am Standort Peine das Lagerführungssystem (LFS) des Anbieters Ehrhardt Partner Group (EPG) eingeführt. Um die Bedürfnisse des neuen Klienten erfüllen zu können, stand Meyer & Meyer einer EPG-Pressemeldung zufolge vor der Herausforderung innerhalb von sechs Monaten den Kunden am Standort zu implementieren, fashionspezifische Prozesse innerhalb des Projekts umzusetzen sowie ein neues Warehouse Management System (WMS) für Meyer & Meyer und für das operative Team am Standort in Peine einzuführen.

„Wir benötigten ein schnell implementierbares System, das variabel skalierbar ist und flexibel auf die neuen Anforderungen reagiert“, sagt Meike Gramann, Manager Design & Implementation bei Meyer & Meyer.

Neben hoher Belastbarkeit und hoher Performance war für Meyer & Meyer entscheidend, dass die Software schnell für den Kunden aufgesetzt werden kann.

„Wir legen zudem großen Wert auf die Nutzerfreundlichkeit und darauf, dass das System für den Key-User ein großes Maß an Konfigurationsmöglichkeiten bietet“, erklärt Gramann.

Nach dem ersten halben Jahr zieht Meyer & Meyer nach EPG-Angaben ein positives Fazit. LFS habe sich nahtlos in die bestehende IT-Landschaft integriert und zeichne sich durch seine hohe Zuverlässigkeit aus.

„Wir stellen eine sehr gute Performance bei den Verarbeitungszeiten von Events und Jobs fest. Die Stabilisierung der Prozesse ging sehr schnell nach dem Go-live. Unsere Produktivität steigt kontinuierlich“, erläutert Gramann.

Aufgrund des modularen Aufbaus von LFS mit den einfach zu integrierenden Ergänzungen sei eine zweistufige Kommissionierung, auf die Meyer & Meyer bei der Implementierung besonders großen Wert legte, möglich. Im ersten Schritt werden dazu Batches gebildet, die dann in der zweiten Stufe an der Sortierwand den jeweiligen Aufträgen zugeteilt und wieder aufgelöst werden.

„Wir gewinnen mithilfe von LFS die notwendigen Auftragsdaten über das webbasierte System. Anhand dieser Daten können wir Auftragspools erstellen, aus denen anschließend Batches erzeugt werden, die wir nach Dringlichkeit und weiteren Merkmalen abarbeiten können. So optimieren wir die Kommissionierung und minimieren den Zeitaufwand“, erklärt Gramann.

Insbesondere zu saisonalen Spitzenzeiten wie im Frühjahr oder Herbst sei dies auch ein entscheidender Faktor. Zudem gelang die Integration einer Web-Service-Lösung des Kunden für das Labeling der Kartons und die Etikettierung von Teilen, heißt es vonseiten EPG. Aufgrund seiner offenen Schnittstellen füge sich LFS in die bestehende IT-Infrastruktur ein.

Meyer & Meyer plant EPG zufolge bereits weitere Implementierungs- und Systemintegrationsprojekte mit der EPG. So sollen das International Shipping System (ISS), das für die gesamte Abwicklung der Versandlogistik sorgt, und der Supply Chain Control Tower Timesquare, das Dashboard für eine effiziente Prozessüberwachung, in der Unternehmensgruppe weiter ausgerollt werden.