Neues Warehouse Management System: Kwizda Pharmahandel mit SAP EWM

Als neues Warehouse Management System für die Arzneimittel-Distribution hat Kwizda Pharmahandel für SAP Extended Warehouse Management entschieden. Implementiert wurde das System von KNAPP IT Solutions.

Ein hochautomatisierter Bestellprozess stellt bei Kwizda Pharmahandel in durchschnittlich 20 Minuten eine Auslieferung bereit. | Bild: Knapp
Ein hochautomatisierter Bestellprozess stellt bei Kwizda Pharmahandel in durchschnittlich 20 Minuten eine Auslieferung bereit. | Bild: Knapp
Tobias Schweikl

Aus fünf Standorten heraus versorgt die Kwizda Pharmahandel GmbH öffentlichen Apotheken, ärztlichen Hausapotheken und Krankenhäuser in Österreich mit mehr als 50.000 verschiedenen lagernden Arzneiartikeln. Ein hochautomatisierter Bestellprozess stellt dabei in durchschnittlich 20 Minuten eine Auslieferung bereit. Insgesamt werden so rund 150 Paletten-Warenanlieferungen und rund 80.000 Lieferpositionen pro Tag bearbeitet.

„Die Pünktlichkeit unserer Lieferungen ist für uns ein wesentlicher Schlüssel zur Bindung unserer Kunden. Mit unserer stabilen Verfügbarkeit und Prozesssicherheit schaffen wir Vertrauen. Um dieses langfristig und nachhaltig zu sichern, entschieden wir uns für eine durchgehende Ausrichtung unserer IT-Landschaft in SAP“, so Thomas Brosch, Geschäftsführer bei Kwizda Pharmahandel.

Für den Pharmahandel fiel die Wahl der Kwizda Gruppe auf das Logistikmodul „SAP Extended Warehouse Management“. Aufgrund der langjährigen Erfahrung in der Pharmalogistik sei KNAPP der ideale Implementierungspartner für das Projekt gewesen. Der österreichische Intralogistik-Spezialist vereine das notwendige Prozess- und IT-Denken, so Brosch.

Die Template-Lösung mit „SAP EWM by KNAPP“ ersetzt das bisherige Warehouse Management System, das nicht von SAP stammte. In der neuen Softwaresystemlandschaft ist an jedem der fünf Standorte von Kwizda Pharmahandel die komplette Bestandsanlage mit der Behälterfördertechnik vom Wareneingang bis zum Warenausgang integriert.

In der Niederlassung in Linz beinhaltet dies zum Beispiel den automatischen Auftragsstart, den Schnelldrehautomaten mit Sonderkontrollstation, zwölf manuelle Kommissionierstationen, die Endkontrollstationen sowie die automatische Belegbeigabe und die Versandbereitstellung.

„Einen wesentlichen Bestandteil der Lösung bilden KNAPP Building Blocks. Dazu gehört unter anderem eine optimierte Auftragsstart- und Wellendisposition, abgestimmt auf die Bedürfnisse des Pharmahandels, welche eine dynamische Priorisierung der Kommissionierung entsprechend dem Fortschritt erlauben und je nach Auftragstyp für eine Kombination aus automatischen und manuellen Auftragsstart sorgen,“ erklärt Thomas Furthmayr, Geschäftsführer KNAPP IT Solutions.

Als Lösung speziell für die Pharmalogistik wurde ein Versand-Cockpit mit eingebundenem Google Maps implementiert, welches eine Nachverfolgung und Ortung des aktuellen Standorts bzw. der Route laufender Touren ermöglicht. Das soll die nötige Transparenz über die Lieferungen bis hin zur Apotheke sicherstellen. Über dieses Dashboard können auch Ein- und Umplanung von Touren und Fahrzeugen sowie interne Transporte zwischen den Standorten für Kundenbelieferungen koordiniert werden.

Die KNAPP Building Blocks sind vorkonfigurierte, einsatzfertige und durchgängige Software-Bausteine in SAP EWM, welche für die notwendigen Anpassungen des SAP EWM-Standard an branchenspezifischen Anforderungen sorgen. Arbeitsplätze im Lager sind mit „KNAPP easyUse“ ausgestattet. Diese Benutzeroberfläche basiert auf „SAP UI5/Fiori“-Technologie. Ebenfalls ist eine vollständige Chargen-Rückverfolgbarkeit – auch in der automatischen Kommissionierung und den Schnelldrehautomaten – in SAP EWM by KNAPP möglich.

Nach dem Go-Live der neuen Softwarelösung am Standort Graz im Juli 2018 folgten zeitgleich Anfang März 2021 die Niederlassungen in Linz, Grödig und Innsbruck. Den Abschluss der Softwareumstellung bildete die Zentrale in Wien im Januar 2022.

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