Neues Zentrallager von Refresco soll 185.000 Lkw-Kilometer pro Jahr einsparen

Schneller liefern und trotzdem Transportkilometer einsparen - mit seinem neuen Distributionszentrum hat der Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkehersteller Refresco seine Logistik neu aufgestellt.

Nach der offiziellen Eröffnung des neuen Hochregallagers von Refresco in Grünsfeld rollt die erste Palette mit frisch abgefülltem Fruchtsaft zur Auslieferung. Von links: Andreas Schenk, Werksleiter Refresco Grünsfeld, Frank Stratmann, Geschäftsführer Refresco Deutschland GmbH, Dr. Ulrich Derpa, Erster Landesbeamter, Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Joachim Markert, Bürgermeister Stadt Grünsfeld und Katrin Laja, Marketing/Category Management
Nach der offiziellen Eröffnung des neuen Hochregallagers von Refresco in Grünsfeld rollt die erste Palette mit frisch abgefülltem Fruchtsaft zur Auslieferung. Von links: Andreas Schenk, Werksleiter Refresco Grünsfeld, Frank Stratmann, Geschäftsführer Refresco Deutschland GmbH, Dr. Ulrich Derpa, Erster Landesbeamter, Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Joachim Markert, Bürgermeister Stadt Grünsfeld und Katrin Laja, Marketing/Category Management
Tobias Schweikl

Mehr als 13 Millionen Euro hat die Refresco Deutschland GmbH in die Logistik am Produktionsstandort Grünsfeld investiert. Im Main-Tauber-Kreis eröffnete der Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränke-Hersteller ein neues Hochregallager. Ziel war die Steigerung der Liefergeschwindigkeit und der Lieferqualität. Die Ware soll künftig seltener und schonender umgesetzt, ausgelagert und verladen werden.

Im Jahr 2002 hatte Refresco das ehemalige Coca Cola-Gelände in Grünsfeld von der Hardthof Fruchtsaft GmbH übernommen. Seitdem war die Produktionsstätte an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, so dass ein Lagerbereich zur Produktionsfläche umfunktioniert werden musste. Im nächsten Jahr wird Refresco Deutschland in Grünsfeld über 200 Millionen Einheiten für den Lebensmitteleinzelhandel und bedeutende Volumen für bekannte Markengetränke (Copacking) abfüllen. Außerdem werden am Standort nach wie vor hochwertige Säfte und Nektare unter der Traditionsmarke Hardthof produziert. Das neue Logistikzentrum ersetzt vier Außenlager und bündelt die Warenströme von Refresco Deutschland am Standort Grünsfeld. Mit der Inbetriebnahme des Hochregallagers will das Unternehmen pro Jahr rund 180.000 Lkw-Kilometer auf der Straße einsparen und seinen CO2-Ausstoß um mehr als 125.000 Kilogramm senken.


Das Automations- und Materialflusskonzept des neuen Logistikzentrums stammt von der SSI Schäfer Noell GmbH, Giebelstadt. Für die einfachtiefe Lagerung der palettierten Getränke, darunter Saft, Eistee und Fruchtsaftgetränke, kann Refresco zukünftig ein siebengassiges Hochregallager mit Dimensionen von 100 Metern Länge, 33 Metern Breite und einer Höhe von 35 Metern nutzen. Es umfasst 21.600 Stellplätze für Düsseldorfer Paletten sowie Fördertechnik und verfügt über eine Schnittstellenanbindung an das SAP-System EWM. Im Lager arbeiten Regalbediengeräte der aktuellen "Exyz"-Generation.
Die Produktionslinien sind über eine Transportbrücke direkt mit dem Hochregallager verbunden. Die Paletten können so vollautomatisch von der Logistikabteilung hinter den Abfülllinien übernommen und auf Euro-Trägerpaletten aufgesattelt werden. Dieser Vorgang sowie Nachschubversorgung, Transport und Lagerung geschehen komplett automatisiert.

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