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Niedriger Ölpreis kompensiert (noch) den Mindestlohn

Eine Studie des Kreditversicherers Euler Hermes warnt vor steigenden Kosten im Transportgewerbe und sinkenden Gewinnmargen von Transporteuren im kommenden Jahr.
Der vergleichsweise günstige Dieselpreis überdeckt einer Studie des Kreditversicherers Euler Hermes zufolge die negativen Folgen des Mindestlohns. | Foto: T. Pietsch
Der vergleichsweise günstige Dieselpreis überdeckt einer Studie des Kreditversicherers Euler Hermes zufolge die negativen Folgen des Mindestlohns. | Foto: T. Pietsch
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Tobias Schweikl

Eine aktuelle Studie des Kreditversicherer Euler Hermes wirft ein gemischtes Bild auf die deutsche Transportbranche. Demnach ist das derzeitige kleine Plus von 0,1 Prozent bei den Unternehmensmargen auf jetzt 2,0 Prozent hauptsächlich dem niedrigen Ölpreis geschuldet. Das vergleichsweise niedrige Preisniveau an den Tankstellen kompensiert demnach die negativen Effekte des Mindestlohns.
Mit wieder anziehenden Rohölpreisen sollten die höheren Personalkosten bei den deutschen Truckern im kommenden Jahr jedoch wieder auf die Gewinnmargen durchschlagen. Diese sollen dann auf 1,8 Prozent sinken. Deshalb erwartet Euler Hermes 2016 wieder leicht steigende Insolvenzzahlen auf 1.740 Fälle (2015: 1.690 Fälle).
Die Transportbranche verzeichnet im Vergleich zu ihrem Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) von fünf Prozent überproportional viele Insolvenzen. 7,2 Prozent aller Insolvenzen in Deutschland entfallen laut der Prognose von Euler Hermes im laufenden Jahr auf die Branche, 2016 planen die Ökonomen mit 7,5 Prozent.
Das Unternehmen geht davon aus, dass der durchschnittliche Ölpreis im kommenden Jahr von 63 US-Dollar pro Barrel auf rund 75 US-Dollar ansteigt.

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