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Noack entwickelt Box für Audi e-tron-Kabel

Hohes Gewicht und empfindliche Teile, für die Beförderung der Innenraumkabel des neuen Elektro-SUV aus Ingolstadt musste Verpacker Noack tief in die Trickkiste greifen.

Trickkiste: Nur mit massivem Sperrholz schuf Verpackungsspezialist Noack die Basis für beschädigungsfreie Beförderung der schweren Innenraumkabel des Audi e-tron. | Foto: Noack
Trickkiste: Nur mit massivem Sperrholz schuf Verpackungsspezialist Noack die Basis für beschädigungsfreie Beförderung der schweren Innenraumkabel des Audi e-tron. | Foto: Noack
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Johannes Reichel

Die Noack GmbH, Fachverpacker aus Iphofen hat eine spezielle Transportverpackung für die Beförderung von Innenraumkabeln (IRK) des Audi e-tron entwickelt. Die Besonderheit daran lag im hohen Gewicht der Hochvoltkabel für Elektroautos.

"Eine herkömmliche Kunststoffkiste trägt dieses Gewicht nicht und hätte extra und damit kostspielig konstruiert werden müssen. Geeignete Metallkisten wiederum wären generell zu teuer gewesen. Da blieb nur Holz, das sich dank seiner Stabilität perfekt für so ein Projekt eignet“, erklärt Geschäftsführer Dietmar Noack.

Der Automobilhersteller orderte 9.500 IRK-Behälter, die vom Verpackungsspezialist von September 2018 bis Januar 2019 gefertigt wurden. Jeder einzelne Behälter soll bis 2021 rund 100 Transporte zwischen dem Audi-Werk in Brüssel und dem tunesischen Sousse bewältigen. Gelegentliche Reparaturen und Instandsetzungen plant der Anbieter mit ein.

Umlaufsystem: Zwischen Zulieferer in Sousse und Werk Brüssel

Eine hohe Stabilität der Kisten spielt die entscheidende Rolle. So wurde etwa 18 Millimeter starkes, beschichtetes Sperrholz, verstärkende Aluminium-Vollprofile am Boden sowie Scharniere und Aufsteller, die mit Kunststoffabdeckungen geschützt wurden, um Beschädigungen an den empfindlichen Elektroautokabeln zu vermeiden verwendet. „Dazu kommen noch vier Taschen zum Bewegen für Handlings-Geräte beim Zulieferer und bei Audi zum Bestücken an der Bandstraße, vier Frästaschen zum Aufbringen von Barcodes und diverse Ausfräsungen für das Anbringen von Einbauteilen“, geht Noack ins Detail.

Jede Kiste hat ein einheitliches Format von 1.348 x 556 x 290 Millimetern. 288 davon passen auf einen Laster, 31 Fahrten mit den leeren Kisten vom Verpacker-Werk bis ins tunesische Sousse sind geplant, wo dann der Umlauf zwischen dem Zulieferer und Audi in Brüssel beginnt. Dafür werden pro Tag im Drei-Schicht-Betrieb gut 150 IRK-Kisten produziert und im Monat sieben bis neun Lastwagen beladen. „Zwölf Mitarbeiter sind dabei für die Produktion der Kisten, drei für den Zuschnitt und zwei für die weitere Abwicklung zuständig. Das ist wirklich ein Projekt, das uns noch eine ganze Weile begleiten wird und das man so nicht alle Tage für einen Kunden abwickelt“, resümiert Noack, dessen Firma auch Mitglied des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. aus Bad Honnef ist.

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