Omnichannel-Logistik: C-LOG setzt auf Körber

Der Onlinehändler C integriert weitere Marken und entwickelt seine Omnichannel-Aktivitäten fort.

Ziel von C-Log ist die Schaffung einer einheitlichen und zentralisierten Softwarelandschaft für alle Logistikstandorte. | Bild: Körber
Ziel von C-Log ist die Schaffung einer einheitlichen und zentralisierten Softwarelandschaft für alle Logistikstandorte. | Bild: Körber
Tobias Schweikl

Die Körber AG mit ihrem Geschäftsfeld Supply Chain unterstützt die aktuellen logistischen Optimierungsmaßnahmen des Logistikdienstleisters C-Log. Das Unternehmen ist für den französischen Modehändler Beaumanoir tätig und stellt angesichts des veränderten Konsumverhaltens die Weichen für eine neue Omnichannel-Strategie.

Ziel ist die Schaffung einer einheitlichen und zentralisierten Softwarelandschaft für alle Logistikstandorte. Dieses von Körber verantwortete Implementierungsprojekt umfasst die Einführung eines Warehouse Management Systems (WMS) und Distributed Order Management Systems (DOM) für insgesamt fünf Logistikstandorte (Saint-Malo, Longueil Sainte-Marie, Pleudihen, Cambrai und Vatry) und eine Vielzahl von Marken. Dazu gehören Bonobo, Cache Cache, Bréal und neuerdings auch Namen wie Majestic Filatures. Vor diesem Hintergrund umfasst die Softwareinstallation inzwischen über 700 Nutzer; weitere sollen folgen.

„Die skalierbare technologische Plattform unsrer Lösungen bietet Unternehmen wie C-Log die nötige Flexibilität und Transparenz, die zur Unterstützung von Wachstumsstrategien wie diesen unerlässlich sind“, sagt Ottavio Rivelli, Managing Director bei Körber Supply Chain.

Der zeitliche Rahmen wird an die neuen Aktivitäten des Unternehmens entsprechend angepasst. Dies geschah bereits im Juli 2020, als C-Log die logistischen Prozesse rund um die Marke La Halle übernahm, die im Juni an die Groupe Beaumanoir verkauft wurde. Körber unterstützt vor diesem Hintergrund nicht nur bei der Umsetzung der Omnichannel-Abläufe, sondern auch bei der Integration der 366 Filialen von La Halle. Möglich wird dies mithilfe moderner Warehouse Management und Distributed Order Management Lösungen. 

In diesem Zusammenhang wurde etwa der französische Standort Montierchaume übernommen, ein 41.000 m2 großer Logistikstandort für Mode und Textil. In nördlich gelegenen Cambrai wurde ein Lager für das Schuhsortiment in Betrieb genommen.

Das Warehouse Management System von Körber musste an diesen neuen Logistikstandorten schnellstmöglich in Betrieb gehen. So folgten die ersten Workshops zu Funktionsspezifikationen am 15. Juli 2020, nur eine Woche nach dem Erwerb der neuen Marke. Die Inbetriebnahme fand am 4. September 2020 statt; zahlreiche Herausforderungen inbegriffen – darunter die Übernahme eines Teils der Automatisierungskomponenten, die Entwicklung des WMS-Kernmodells, E-Commerce-Abläufe, Umbenennung von Standorten, Anbindung an ein Routensystem und Schulungen für rund 80 Anwender.

„Nur dank der harten Arbeit des Körber-Teams, der soliden Kenntnisse des C-Log-Projektteams im Umgang mit den Lösungen von Körber und der hohen Motivationsbereitschaft auf operativer Seite konnten wir diese Herausforderung bewältigen. Dabei half wiederum eine schon bestehende Partnerschaft und das Vertrauen der letzten zwei Jahre, um zum Erfolg des Projekts beizutragen“, so Gwendal Buzulier, Industrialization Director bei C-Log.

Angesichts der Herausforderungen wurde die Einführung der Softwarelösungen zügig umgesetzt. Die WMS-Architektur machte es möglich, dass umfassende Anpassungen der informationstechnischen Infrastruktur vermieden werden konnten. Das auf die Anforderungen von C-Log zugeschnittene WMS-Kernmodell vereinfachte die Bereitstellung zusätzlich.

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