OMV und Post Austria wollen grünen Wasserstoff forcieren

Mineralölkonzern und die österreichische Post kooperieren mit dem Ziel, bis 2030 bis zu 2.000 Brennstoffzellen-Lkw auf die Straße zu bringen, die mit grünem Wasserstoff betrieben werden.

Bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung (v.li.): Thomas Gangl, Chief Downstream Operations Officer, OMV AG, und Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG. (Foto: Österreichische Post)
Bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung (v.li.): Thomas Gangl, Chief Downstream Operations Officer, OMV AG, und Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG. (Foto: Österreichische Post)
Johannes Reichel
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Matthias Pieringer)

Die Österreichische Post und das Öl-, Gas- und Chemieunternehmen OMV haben eine Absichtserklärung für den Einsatz von grünem Wasserstoff im Schwerlastverkehr unterzeichnet. Gemeinsames Ziel sei, die kommerzielle Elektromobilität für den Schwerlastverkehr im Bereich Wasserstoffbrennstoffzellen in Österreich voranzutreiben und verfügbar zu machen, teilten die Unternehmen am 24. Februar mit.

Erster Einsatz spätestens für 2023 geplant

Die OMV ist den Angaben zufolge gemeinsam mit Partnern bestrebt, den grünen Wasserstoff und die erforderliche Infrastruktur zu stellen und hat hierzu erst kürzlich gemeinsam mit Kommunalkredit Austria eine Investitionsentscheidung für eine Zehn-MW-Elektrolyseanlage am Standort Schwechat getroffen. Die Österreichische Post beabsichtige den Einsatz von Testfahrzeugen und die Integration in den bestehenden Logistikfuhrpark, hieß es. Beide Unternehmen möchten so auch Erfahrung im Betrieb der Wasserstoffversorgungskette und der Flotte sammeln. Die OMV und die Post planen einen ersten Einsatz in Österreich spätestens für das Jahr 2023.

Aufgeschlossene Initative

Weiteren Kooperationen mit interessierten Unternehmen im Bereich Wasserstoff sei diese Initiative aufgeschlossen. Die OMV und die Post legen demnach gemeinsam den Grundstein, damit bis 2030 insgesamt 2.000 Brennstoffzellen-Lastkraftwagen in Österreich von verschiedenen Anwendern betrieben werden können.

„Wasserstoff ist eine zentrale Technologie zur CO2-Reduktion und zur Erreichung der Klimaziele – in der Industrie ebenso wie in der Mobilität“, sagte Thomas Gangl, OMV Chief Downstream Operations Officer.

„Mit dieser Partnerschaft setzen wir einen wichtigen ersten Schritt, mit dem wir Elektromobilität durch Wasserstoffbrennstoffzellen einführen und weiterverfolgen wollen“, so Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik der Österreichischen Post. „Zum Einsatz kommen soll dabei ausschließlich grüner Wasserstoff. Damit kommen wir unserem Ziel, schon demnächst den ersten wasserstoffbetriebenen Post-Lkw in Betrieb zu nehmen, einen großen Schritt näher. Mit den rund 2.100 E-Fahrzeugen, die wir bereits heute im täglichen Einsatz haben, sind wir Vorreiter in der grünen Logistik von morgen.“

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