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Online-Handel: Imagine Cargo will günstiger und grüner liefern

Berliner Start-up nimmt Geschäftsbetrieb auf und will mit umweltfreundlicher und schneller Lieferlogistik punkten. Basis dafür bildet der Versand direkt aus den Versandzentren der Kunden.

Am Stau vorbei: Das Berliner Start-up Imagine Cargo fährt überwiegend mit Lastenrädern aus und liefert direkt am Versandzentrum der Kunden. | Foto: F.S.K./Imagine Cargo
Am Stau vorbei: Das Berliner Start-up Imagine Cargo fährt überwiegend mit Lastenrädern aus und liefert direkt am Versandzentrum der Kunden. | Foto: F.S.K./Imagine Cargo
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Johannes Reichel

Das Berliner Startup-Unternehmen ImagineCargo hat seinen Geschäftsbetrieb aufgenommen und will damit Onlinehändlern umweltfreundliche und schnelle Zustellmöglichkeiten ab Versandzentrum bieten. Die Liefergeschwindigkeit einer online getätigten Bestellung sei für 87 Prozent der Käuferinnen und Käufer der Schlüsselfaktor für eine Kaufentscheidung.

"Dies erhöht den Druck auf Onlinehändler, schnelle und kundenfreundliche Versandoptionen in ihre Webshops zu  integrieren, um im stark umkämpften Online-Markt weiterhin bestehen zu können", schildert der Anbieter den Hintergrund.

In Großbritannien würden bereits 72 der 100 größten Onlineshops Lieferungen mit NextDay-Garantie offerieren. In Deutschland werde der selbe Service nur von 40 der Top-100-Webshops angeboten. Um garantierte Lieferungen am Werktag nach der Bestellung bereitstellen zu können, sind Onlinehändler hierzulande auf die Services von  Logistikern wie DHL Express oder UPS angewiesen.

Direkter Versand vom Kunden: Genauso schnell, aber günstiger

Hier setzt das Jungunternehmen an: In Berlin arbeitet derzeit ein achtköpfiges Team des daran, spezialisierte Dienstleister zu einer vollständigen Lieferkette vom Versandzentrum bis zum Endverbraucher zusammenzufügen. Express-Lieferungen ließen sich so bei höherer Servicequalität zu einem Bruchteil der Kosten von etablierten Carriern anbieten, verspricht das Logistik-Start-up. Innerstädtisch sollen die Sendungen durch den Einsatz von Lastenrädern und E-Vans emissionsfrei ausgefahren werden. Empfänger könnten über ein Track&Trace-Portal den Liefertag anpassen und ein Zwei-Stunden-Zeitfenster für die Lieferung auswählen bzw. hinzubuchen.

"Die Lieferkette der etablierten KEP-Dienste in Deutschland funktioniert noch so wie vor 40 Jahren und hat sich dem Wandel des Handels von stationär zu Online & Multichannel nicht  angepasst", urteilt Mika Koopmann, Chief Operations Officer (COO) und Mitgründer von ImagineCargo.

Sendungen würden nach wie vor ausgehend von großen Versandzentren außerhalb der urbanen Regionen mit Diesel-LKW ausgefahren und belasteten so die  Umwelt und die Lebensqualität in den Städten, so Koopmanns Analyse weiter. Aktuell wird der Service in Berlin und Hamburg angeboten, bis Ende des Jahres 2019 plant  das Startup, die zehn größten Städte Deutschlands anzubinden. In näherer Zukunft soll das Liefergebiet ausgeweitet werden, um alle urbanen Regionen im Land abdecken zu können. Während sich viele  E-Commerce Logistik Startups auf die letzte Meile konzentrierten, will Imagine Cargo seine Dienstleistung  ab Versandzentrum des Händlers anbieten. Bekanntester Kunde bisher ist der bundesweit tätige Kaffee-Versender Coffee Circle.

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