Werbung
Werbung
Werbung

Online-Lebensmittelhandel: DPD liefert für Hello Fresh

Paketdienstleister steigt ins Geschäft mit Online-Lebensmittelbestellungen ein und liefert für den Kochboxen-Service Hello Fresh. Außerdem kündigt man mit "DPD Food" einen weiteren Dienst für 2017 an.
Alles frisch? Paketdienstleister DPD will auch ohne Kühltechnik im Fahrzeug, sondern mit spezieller passiv gekühlter Verpackung die Kühlkette aufrechterhalten. Erstkunde ist "Hello Fresh". | Foto: DPD
Alles frisch? Paketdienstleister DPD will auch ohne Kühltechnik im Fahrzeug, sondern mit spezieller passiv gekühlter Verpackung die Kühlkette aufrechterhalten. Erstkunde ist "Hello Fresh". | Foto: DPD
Werbung
Werbung
Johannes Reichel

Der Paketdienstleister DPD will am wachsenden Online-Handel mit Lebensmitteln teilhaben und übernimmt ab sofort die Lieferungen für den Kochboxen-Versender "Hello Fresh". Das Startup, nach eigenen Angaben internationaler Marktführer beim Kochboxenversand, ist damit zugleich der erste Kunde für das sogenannte "DPD Food"-Angebot, das der KEP-Dienstleister im Laufe des Jahres auf für weitere Kunden bereitstellen will. „Wir sind davon überzeugt, dass im Online-Lebensmittelhandel enorme Potenziale liegen – vor allem dann, wenn die Endkunden einfach, schnell und bequem an ihre Waren kommen“, erklärt Andreas Reß, Geschäftsführer Vertrieb bei DPD Deutschland. Bei dem neuen Angebot verschickt einen Tag vor dem gewünschten Liefertermin der Anbieter HelloFresh die passiv gekühlten Boxen an DPD. Dort werden sie am nächsten Tag per Expresslieferung pünktlich bis zur genau definierten Uhrzeit gekühlt geliefert.

Ein temperaturgeführter Transport sei dank der speziellen Kühltechnik der Pakete nicht notwendig, versichert der Dienstleister. Der Empfänger erfahre am Morgen der Zustellung per SMS und/oder E-Mail auf eine Stunde genau, wann der Bote an der Haustür klingelt. Außerdem gibt es ein kartengestütztes Live-Tracking. Auch die Ablage der Kochboxen an alternativen Abstellorten sei möglich, beschreibt der KEP-Dienstleister. Für den Fall einer nicht rechtzeitigen Zustellung, leitet DPD das Paket als Spende an eine karitative Einrichtung weiter, die den Zustand der Waren prüft und Lebensmittel in guter Qualität einem gemeinnützigen Zweck zuführt.

Unter dem Namen „DPD Food“ soll die erstmals für Hello Fresh realisierte Branchenlösung für den Lebensmittel-Versand im Sommer 2017 auch weiteren Kunden aus dem Food-Segment offenstehen. Nach dem Beispiel kombiniere das neue Produkt den Express-Service inklusive garantierter Lieferfrist. Die stundengenaue Zustellprognose mit Live-Tracking soll dazu beitragen, dass die Ware gleich beim ersten Zustellversuch ankomme. DPD will darüber hinaus sicherstellen, dass Pakete mit frischen Waren nur in gut gekühltem Zustand transportiert werden. Könne eine Sendung nicht innerhalb von maximal zwei Tagen zugestellt werden, gehe die Ware zurück an den Versender oder wie bei Hello Fresh wahlweise an eine karitative Einrichtung.

Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung GfK fließen mit 48,5 Prozent fast die Hälfte aller Konsumausgaben in den Lebensmittel-Handel. In Deutschland wird aktuell zwar nur rund ein Prozent davon online erwirtschaftet, der Onlineumsatz mit Lebensmitteln soll allerdings von 1,1 Mrd. Euro im Jahr 2014 auf jährlich mehr als 7 Mrd. Euro im Jahr 2025 deutlich wachsen, zitiert der Paketdienstleister aus einer GfK-Prognose. Der Anteil des Segments „Lebensmittel und Drogerieartikel“ am gesamten Onlinehandelsumsatz soll sich im gleichen Zeitraum von 8 auf 16 Prozent verdoppeln. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom hätten heute bereits 28 Prozent aller deutschen Online-Shopper Lebensmittel im Internet bestellt.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung