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ONO PAT: Verkaufsstart mit Pioneers Edition

Zuerst mit Fokus auf das stark wachsende KEP-Segment geht das E-Cargobike an den Start, will aber sukzessive andere Gewerbetreibende ansprechen. Selbst Personentransport hält man für denkbar.

Am Stau vorbei: Das ONO-PAT schaut aus wie ein kleiner Transporter, ist aber schmal wie ein Cargobike und gilt auch als Fahrrad. | Foto: ONOMOTION/Janine Graubaum
Am Stau vorbei: Das ONO-PAT schaut aus wie ein kleiner Transporter, ist aber schmal wie ein Cargobike und gilt auch als Fahrrad. | Foto: ONOMOTION/Janine Graubaum
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Die Berliner ONOMOTION GmbH hat die Pioneers Edition ihres sogenannten PAT (Pedal Assisted Transporter) auf die Straße gebracht. Zu den ersten Kunden zählen KEP-Dienstleister Hermes, GLS oder DPD, Online-Lebensmittelhändler wie REWE, aber Mobilitätsanbieter wie der E-Scooter-Sharing-Dienst Tier oder Handwerksbetriebe.

„Mit dem PAT tragen wir zu einer nachhaltigen City-Logistik bei, die die Städte lebenswerter macht", wirbt ONO-Geschäftsführer Beres Seelbach.

Der PAT ist ein zweispuriges, elektrisch unterstütztes Lastenrad, das rechtlich als Fahrrad gilt, sich jedoch in Design und der Funktionalität an Kleintransportern orientiert. Das dreirädrige, pedalgesteuerte Nutzfahrzeug kommt mit zwei Elektromotoren sowie zwei leicht tauschbaren Akkus mit einer Reichweite von bis zu 60 Kilometern und wird mit einem Leasing-Vertrag zu flexiblen Laufzeiten angeboten. Dieser beinhaltet unter anderem die Wartung, eine Vollkaskoversicherung, eventuelle Verschleißreparaturen und einen Zugang zu den Akkutausch-Automaten. In Kombination mit einem Mikrohub-Konzept sei das Cargobike eine wirtschaftliche Lösung für den städtischen Transport, so der Hersteller. Nach dem deutschen Markteintritt will das Berliner Unternehmen bis 2025 in mehr als 60 Städten präsent sein.

Vielseitig dank modularem System
Mit einer Zuladung von 200 Kilogramm und einem vollständig modularen Chassis, auf dem innerhalb einer Minute Cargo-Einheiten flexibler Funktion ausgetauscht werden können, soll sich das E-Cargobike für zahlreiche kommerzielle Anwendungen in unterschiedlichen Branchen eignen. Komponenten aus der Automobilindustrie sollen für ein angenehmes Fahrgefühl sorgen. Zum Start fokussiert sich der Hersteller auf den schnell wachsenden KEP-Markt. Aufgrund des modularen Systems sieht man aber auch Service- und Dienstleistungsverkehre für Food- und Pharmafirmen, Geschäfts- und Industrieverkehre sowie Speditions- und Entsorgungsverkehre für ein mögliches Einsatzfeld. Langfristig schließt man sogar den Personentransport mit dem PAT nicht aus.

„Wir haben in zahlreichen Pilottest mit Anbietern aus unterschiedlichen Branchen gesehen, dass unser E-Cargobike perfekt zu den Anforderungen der City-Logistik passt", erläutert der technische Leiter und Mitgründer Philipp Kahle.

Vereinfachung der innerstädtischen Belieferung
Als Vorteil sieht er vor allem die abkoppelbare Cargo-Einheit, da in Verbindung mit Mikrodepots diese schon fertig kommissioniert und ausgetauscht werden könnten. Hinzu komme, dass der schmale PAT auf Radwegen, an Staus vorbei sowie in vielen Einbahnstraßen in beide Richtungen fahren kann. Das vereinfache die innerstädtische Belieferung spürbar. Auch die Parkplatzproblematik, mit der die Zusteller zum Beispiel aufgrund von fehlenden Ladezonen in den Innenstädten zu kämpfen haben, werde entschärft. Zudem reduzierten sich für die Boten, die darüber hinaus keinen Führerschein benötigen, die Laufwege. Die Firma wurde 2016 unter dem Namen Tretbox GmbH gegründet. Seit Herbst 2020 firmiert das Unternehmen unter dem neuen Namen.

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