Onomotion will Logistics-as-a-Service mit Cargobikes etablieren

Mit dem Intralogistik-Drohnenspezialisten Benjamin Federmann holt das Berliner Lastenrad-Start-up einen Chief Innovation Officer ins Haus, der das Geschäftsfeld Logistics-as-a-Service installieren soll.

Von der Luft auf den Boden: Der ONO Innovationsleiter Benjamin Federmann soll den Bereich "Logistics-as-a-Service" installieren und will zur besseren Effizienz in der Logistik beitragen. | Foto: Onomotion
Von der Luft auf den Boden: Der ONO Innovationsleiter Benjamin Federmann soll den Bereich "Logistics-as-a-Service" installieren und will zur besseren Effizienz in der Logistik beitragen. | Foto: Onomotion
Johannes Reichel

Das Berliner Cargobike-Start-up Onomotion hat mit Benjamin Federmann einen Chief Innovation Officer engagiert, der das neue Geschäftsfeld Logistics-as-a-Service (LaaS) für den Transport auf der „letzten Meile" etablieren soll. Mit der neu geschaffenen Position will der 2016 gegründete Anbieter das Geschäftsfeld weiterentwickeln und neben dem Vertrieb von E-Cargobikes auch einen umfassenden Mobilitätsservice für unterschiedliche Logistikdienstleister und Verlader schaffen, wie es heißt. Der Diplom-Betriebswirt Federmann stellt das neue Geschäftsfeld auf dem Ecosummit, einer Konferenz für nachhaltige Start-ups, am 8. September 2021 in Berlin vor.

„Mit Benjamin Federmann können wir den nächsten Schritt in unserer Unternehmensentwicklung gehen und uns den immer komplexer werdenden Herausforderungen des Marktes stellen", meint Geschäftsführer Beres Seelbach.

Die Weiterentwicklung zu einem umfassenden Mobilitätsdienstleister sei der folgerichtige und konsequente Schritt, um die städtische Mobilität nachhaltiger und emissionsfrei zu gestalten, glaubt Seelbach. Federmann gründete 2017 gemeinsam mit Partnern die Doks Innovation GmbH in Kassel. Das Unternehmen ist auf die drohnengestützte Bestandserfassung in Lagern spezialisiert. Nach mehreren Jahren als Geschäftsführer wechselt er nun von der Luft auf die Straße. Das Ziel des 37-Jährigen bleibt jedoch, Logistiker, KEP-Dienstleister, Online-Lebensmittelhändler oder Handwerksbetriebe darin zu unterstützen, ihre Supply Chains effizienter zu gestalten.

„Wir wollen, dass Güter für die City-Logistik auf der mittleren und letzten Meile in einem standardisierten Container transportiert und nicht mehr mehrmals aus- und wieder eingeladen werden müssen", erklärt Federmann seine Maxime.

Dabei soll auch das modulare System helfen, das auf einen standardisierten, kompakten und rollbaren City-Container setzt und einen effizienten Transport von einem Depot am Standrand zu einem City-Hub gewährleisten soll. Von dort aus übernehmen dann die E-Cargobikes die andockbaren Container zur Feinverteilung.

„Dass die Verteilung des Güterverkehrs auf mehrere Verkehrsträger Potenzial hat, zeigt der weltweite Handel seit Jahrzehnten. Standardisierte Container haben dies ermöglicht und beschleunigt. Ich bin überzeugt davon, dass dies auch der ONO gelingen wird", bekräftigt Federmann.

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