Opel Vivaro-e Hydrogen erhält 40. KS-Umweltpreis

Automobilclub sieht in dem Brennstoffzellen-Hybrid-Transporter ein wegweisendes Antriebskonzept und ehrt die Technologie mit dem 40. Umweltpreis.

Den Preis wert: Ole Eilers, Präsident des Automobilclubs KS e.V. übergab den Preis an Peter Kuhn, Group Manager leichte Nutzfahrzeuge bei Opel (rechts). | Foto: Opel
Den Preis wert: Ole Eilers, Präsident des Automobilclubs KS e.V. übergab den Preis an Peter Kuhn, Group Manager leichte Nutzfahrzeuge bei Opel (rechts). | Foto: Opel
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Brennstoffzellen-Hybrid-Transporter Opel Vivaro-e Hydrogen hat den 40. Umweltpreis des Automobilclubs KS e.V. „Wir sind überzeugt, dass Fahrzeuge mit Elektromotor und Brennstoffzelle neben Fahrzeugen mit Elektromotor und Lithium-Ionen-Batterie eine große Zukunft haben. Wir möchten deshalb die Firma Opel stellvertretend für dieses innovative und schon in die Praxis umgesetzte Antriebskonzept auszeichnen“, begründete Prof. Dr.-Ing. Dieter Anselm, Sprecher der Expertenjury des Automobilclub KS e.V., die Entscheidung für den Wasserstoff-Brennstoffzellen-Transporter mit dem Blitz bei der feierlichen Preisverleihung, die heute in München stattfand. Der KS Energie- und Umweltpreis steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und wurde zum 40. mal vergeben. 1981 gegründet, werden mit der renommierten Auszeichnung seitdem innovative, umweltschonende Technologien, Konzepte und Entwicklungen in der Automobilindustrie und Mobilitätsbranche prämiert.

„Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge ermöglichen einen umweltbewussten Alltagsbetrieb ohne Kompromisse. Wir bauen auf mehr als 20 Jahre Erfahrung bei der Entwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeugen in Rüsselsheim. Unsere Führungsposition wollen wir weiter ausbauen – dazu gehört auch die Erweiterung dieser Technologie auf große Lieferwagen ab 2024“, avisierte Stellantis-Europachef Uwe Hochgeschurtz, der die Steuerung und Kommerzialisierung der Hydrogen-Fahrzeuge des Konzerns verantworte.

Den Preis nahm Peter Kuhn, Group Manager leichte Nutzfahrzeuge bei Opel, vor rund hundert Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Medien in München entgegen. Die Jury sieht hohe Reichweite, Null-Emissionen und einen kurzen Tankstopp gerade im gewerblichen Bereich bei Lieferdiensten und Co. als Vorteile. Die auf dem batterie-elektrischen „International Van of the Year 2021 Opel Vivaro-e basierende Transporter sei somit eine ideale Lösung für Flottenkunden, die emissionsfrei weite Strecken absolvieren wollen oder schnell auftanken müssten. Der elektrisch fahrende Transporter verfügt dazu über einen Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb mit zusätzlicher Lithium-Ionen-Batterie.

Die Technik ist platzsparend untergebracht, dass der Transporter gegenüber herkömmlichen Antriebstechnologien keine Kompromisse beim Raumangebot macht. Die 700-bar-Wasserstoff-Tanks sitzen im Unterboden, die bei Lastspitzen unterstützende 10,5 kWh-Lithium-Ionen-Batterie befindet sich unter den Vordersitzen. Vollgetankt kann der Vivaro-e HYDROGEN bis zu 400 Kilometer weit fahren (WLTP). Das Auftanken mit Wasserstoff dauert drei Minuten. Der Laderaum bietet bis zu 6,1 Kubikmeter Ladevolumen und 1.000 Kilogramm Zuladung sowie 1.000 Kilogramm Anhängelast. Das Modell ist in den zwei Längen M und L verfügbar (4.959 und 5.306 Millimeter) und hat bereits bei den ersten Kunden wie dem Hausgerätehersteller Miele seine emissionsfreie Arbeit im Fuhrpark aufgenommen.

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