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Orten und EFA-S: elektrischer Verteiler-Lkw geplant

Nach dem City-Transporter Elci will Orten demnächst auch im 7,5-to-Bereich einen Elektro-Lkw sowie europaweiten Service anbieten. Basis von EFA-S.
Aus Alt mach neu: Ausrangierte UPS-Paketfahrzeuge lebten bei EFA-S als Elektrofahrzeuge wieder auf. Dieses "doppelt nachhaltige" Prinzip will jetzt auch Orten anwenden. / Foto: EFA-S
Aus Alt mach neu: Ausrangierte UPS-Paketfahrzeuge lebten bei EFA-S als Elektrofahrzeuge wieder auf. Dieses "doppelt nachhaltige" Prinzip will jetzt auch Orten anwenden. / Foto: EFA-S
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Johannes Reichel

Der Fahrzeugbauer Orten hat einen elektrischen Verteiler-Lkw angekündigt und will zu diesem Zweck auch einen europaweiten Service für umgerüstete Elektro-Lkw aufbauen. Dafür arbeitet man künftig exklusiv mit Elektro-Fahrzeuge Schwaben (EFA-S) zusammen. Die mittelständischen Unternehmen Elektro-Fahrzeuge Schwaben (EFA-S) aus Zell unter Aichelberg und Orten aus Bernkastel-Kues haben dafür jüngst einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Orten will künftig die von EFA-S entwickelten Antriebs- und Batteriekonzepte nutzen, um selbstständig Elektronutzfahrzeuge umzubauen sowie einen internationalen Vertrieb und Service für die Fahrzeuge aufzubauen.

Ein weiterer, wesentlicher Teil der Partnerschaft sei ein Know-how-Transfer. „Wir werden Personal von Orten schulen und unseren Partner in die Lage versetzen, mit unserer Technik Lkw elektromobil zu machen“, erläutert Bastian Beutel, Geschäftsführer von EFA-S. Orten Fahrzeugbau ist 2012 in den Vertrieb von Elektronutzfahrzeugen eingestiegen und Partner mehrerer ausländischer Anbieter. „Wir haben uns den Markt sehr genau angeschaut und können sagen, dass EFA-S mit seinen bewährten Lösungen für die Elektromobilität von Lkw an der Spitze der weltweiten technologischen Entwicklung steht,“ so Robert Orten, geschäftsführender Gesellschafter des Fahrzeugbauers. EFA-S hat beispielsweise für UPS bereits 60 Paketfahrzeuge von Diesel auf Elektro umgerüstet oder wiederaufgebaut, die auf dem 7,5-Tonnen-Model des Mercedes Vario basierten und bereits abgeschrieben und ausgemustert worden waren. Außerdem leistet EFA-S seit zwei Jahren die Kleinserienfertigung eines Elektro-Lkw für den Automobillogistiker Mosolf, die im ehemaligen Fiat-Werk entstehen. Für diese Bestandskunden werde man natürlich auch künftig die Betreuung fortführen, betonte EFA-S-Geschäftsführer Bastian Beutel. [pagebreak]

Mit besonders leichten Aufbauten aus seinem Haus will Orten den Nutzlastnachteil, den Elektro-Lkw heute noch aufgrund des hohen Batteriegewichts haben, ausgleichen. Robert Orten ist Diplomingenieur für Fahrzeugbau und leitet die Unternehmensgruppe gemeinsam mit seiner Tochter Alexandra Orten, die als Marketingleiterin fungiert und ihren Schwerpunkt im Geschäftsbereich Elektronutzfahrzeuge hat. Beide sehen den Schwerpunkt für E-Lkw in den nächsten Jahren auf Fahrzeugen mit Gesamtgewichten zwischen 7,5 und 18 Tonnen.

Orten Fahrzeugbau bietet in diesem seit 2012 aufgebauten Geschäftsbereich bereits den Kleinst-Lkw Elci an, ein rein elektrisch angetriebenes Frontlenkerfahrgestell, das mit verschiedenen Aufbauten versehen werden kann und in etwa ein Ladevolumen wie ein VW Caddy bietet. "Im innerstädtischen Verteilerverkehr wird die Nachfrage nach sauberen und leisen Lkw stark steigen", ist sich Alexandra Orten sicher. Statt eines neuen Lkw sei es darüber hinaus deutlich nachhaltiger, ein bereits abgeschriebenes Fahrzeug neu aufzubauen. Das sei doppelt nachhaltig. Während Orten für den Bereich Pkw und Transporter in nicht allzuferner Zukunft Lösungen der Massenhersteller für wahrscheinlich hält, glaubt sie, im Lkw-Bereich lohne sich das für die großen Hersteller nicht. "Die Anforderungen für diese Fahrzeuge sind so unterschiedlich, dass Standardisierung im großen Stil nicht möglich ist", erklärte Orten die Positionierung ihres Unternehmens. (tpi/jr)

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