Osnabrück: UPS geht mit Cargobikes in Regelbetrieb

Erfolgreiche Bilanz: In Osnabrück zeigt sich, wie wichtig das Zusammenspiel der kommunalen Akteure für ein Gelingen nachhaltiger City-Logistikprojekte ist. Die Schlüsselfragen nach dem Mikrodepotstandort und Unterstand für die Fahrräder bleiben aber noch ungeklärt.

Wie am Schnürchen: Offenbar klappte in Osnabrück das Zusammenspiel zwischen Truck und Bike so gut, dass UPS jetzt nach sechs Wochen in den Regelbetrieb gehen will. | Foto: SWO/Marco Hörmeyer
Wie am Schnürchen: Offenbar klappte in Osnabrück das Zusammenspiel zwischen Truck und Bike so gut, dass UPS jetzt nach sechs Wochen in den Regelbetrieb gehen will. | Foto: SWO/Marco Hörmeyer
Johannes Reichel

Der US-Logistikdienstleister UPS hat angekündigt, sein Pilotprojekt mit Cargobikes und einem Mikrodepot in Osnabrück nach nur sechs Wochen Probephase in den Regelbetrieb überführen zu wollen. Dreh- und Angelpunkt war dabei der temporäre City-Hub an der OPG-Vitihof-Garage am Gerberhof. „Wir sind mit den ersten sechs Wochen hochzufrieden“, bilanziert Rainer Kiehl, UPS-Projektmanager Citylogistik. Der Ablauf vom Umschlag der Pakete bis zur Auslieferung mit dem Bike vom Typ Rytle MovR funktioniere nahezu störungsfrei. Der Feldversuch habe sich bereits in der vergleichsweise kurzen Laufzeit bewährt. „Wir planen daher, schnellstmöglich den Regelbetrieb aufzunehmen“, so Kiehl weiter.

Schlüsselfrage: Dauerhafter Standort wird noch gesucht

Zuvor müssten noch die Zustelldaten im Detail ausgewertet werden, die im Rahmen des Feldversuchs gesammelt wurden. Man wolle mögliche Barrieren beseitigen und einen optimalen Routenverlauf generieren, so der Citylogistik-Projektmanager. Zudem sei man auf der Suche nach einem Mikrodepot-Standort sowie einer dauerhaften Lösung für den sicheren Unterstand der Räder. Der Feldversuch hat sich bislang gezielt auf den innerstädtischen Bereich beschränkt. Der Logistiker kann sich aber auch eine Ausweitung des Zustellgebiets über den Wallring hinaus vorstellen, wie man weiter skizziert.

„Wir werden UPS natürlich weiterhin unterstützen, die Zustellung auf der ‚Letzten Meile‘ per E-Cargo-Bike weiter auszubauen“, betont Stadtbaurat Frank Otte.

Auch die OPG, die während des Feldversuchs Raum für das E-Cargo-Bike zur Verfügung gestellt hat, möchte bei Fortführung des Projekts als Partner dabei bleiben. „Die Zusammenarbeit in den vergangenen Wochen war vorbildlich“, so Wigand Maethner, Geschäftsführer OPG. Die positiven Erfahrungen im Feldversuch zeigten deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel aller Akteure bei der Implementierung solcher beispielhafter Citylogistik-Konzepte sei, befand der OPG-Chef.

 

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