Peugeot-Citroen: Neuer Jumpy und Expert soll Maßstäbe bei CO2-Ausstoß setzen

Hersteller kündigt für 2016 komplett neues Modell des Kompakt-Vans an, das auch bei Toyota vertrieben wird. Es soll Maßstäbe bei Verbrauch und Unterhaltskosten setzen.
Konkret: Die Food-Truck-Studie, die Peugeot auf der Expo in Mailand zeigt, kommt dem nächsten Peugeot Expert/Citroen Jumpy sehr nahe. Kompakte Breite und Höhe, drei Längen. | Foto: Peugeot
Konkret: Die Food-Truck-Studie, die Peugeot auf der Expo in Mailand zeigt, kommt dem nächsten Peugeot Expert/Citroen Jumpy sehr nahe. Kompakte Breite und Höhe, drei Längen. | Foto: Peugeot
Johannes Reichel

Peugeot-Citroen hat am Rande der Verleihung des "Europäischen Transportpreises für Nachhaltigkeit" (ETPN) für 2016 eine Neuauflage des Kompakttransporters Jumpy/Expert angekündigt und erste Details angedeutet. Das Fahrzeug der 3,0-Tonnen-Klasse soll eine komplette Neuentwicklung sein und auf der Pkw-Van-Plattform der Modelle Peugeot 5008 sowie Citroen C4 Grand Picasso basieren. Bei den Pkw-Varianten ist daher mit der Übernahme der Einzelradaufhängung zu rechnen, bei den Nfz-Varianten wird es wohl eine Lösung mit Starrachse geben, Frontantrieb ist schon markentypisch immer gesetzt. Peugeot-Citroen-Deutschland-B2B-Chef Olivier Ferry kündigte an, man wolle mit dem Fahrzeug beim Verbrauch und Abgasemissionen ebenso einen neuen Maßstab setzen wie auch bei den "Total Cost of Ownership", den Gesamtbetriebskosten.

Darüber hinaus soll das Fahrzeug neben Pkw-artigem Komfort und Fahreigenschaften mit hoher Variantenvielfalt punkten. Geplant sind drei Längen in 4,60, 4,90 sowie eine L3-Version mit 5,30 Meter Außenlänge. In der Höhe soll der neue Transporter unter der 1,90-Meter-Marke bleiben, die insbesondere in französischen Parkhäusern als kritisch gilt. Auch eine Hochdachvariante ist dann plausibel. Antriebsseitig ist denkbar, dass es auch eine elektrifizierte Variante geben könnte, etwa auf Basis der Technik des Citroen Berlingo Electric, der beim ETPN den Preis in der Kategorie Transporter gewann. Diesel-seitig dürfte PSA auf die jüngst erneuerten Euro-6-HDI-Aggregate setzen, die beim kleineren Modell Partner/Berlingo zum Einsatz kommen und die Euro-6-Norm mit SCR-Abgasreinigung erreicht.

Der neue Van wird bei PSA entwickelt, im Werk Valenciennes gebaut und auch über den Kooperationspartner Toyota als Proace vertrieben. Das Werk war bisher Teil der Sevel-Kooperation mit Fiat, die in diesem Segment nicht fortgesetzt wird. Fiat hatte bereits im Juli 2014 angekündigt, die nächste Variante des Scudo auf Plattform des Renault Trafic zu bringen. Dieses Modell soll ebenfalls im nächsten Jahr auf den Markt kommen, neben dem Fiat Pickup Fullback sowie einem Euro-6-Update für den Fiorino. Bei diesem Kleinstlieferwagen, den Fiat bei Tofas in der Türkei bauen lässt, läuft die Kooperation mit PSA allerdings noch länger weiter. Das 2008 gemeinsam präsentierte Modell ist nach Aussagen des Herstellers etwa auf der Hälfte seiner Bauzeit angelangt.

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