Peugeot/Citroen: Großer Elektro-Van startet in Verkauf

Der seit längerem angekündigte 3,5-Tonnen-Elektrotransporter der französischen Stellantis-Töchter ist jetzt bestellbar - in zwei Akkugrößen für 116 oder 247 Kilometer Reichweite und ab 58.000 Euro.

Großer Stromer: Nach VW/MAN, Renault und Mercedes fährt auch Stellantis mit einem vollelektrisch angetriebenen Van im wichtigen KEP-Segment vor. | Foto: Peugeot
Großer Stromer: Nach VW/MAN, Renault und Mercedes fährt auch Stellantis mit einem vollelektrisch angetriebenen Van im wichtigen KEP-Segment vor. | Foto: Peugeot
Johannes Reichel

Die beiden französischen Stellantis-Töchter Peugeot und Citroen haben jetzt den Bestellstart für ihren schweren vollelektrischen Transporter vom Typ Boxer und Jumper bekanntgegeben. Das Modell, das in zwei Akkukapazitäten von 37 und 70 kWh zur Wahl steht und zwischen 116 und 247 Kilometer Reichweite bieten soll, startet ab etwa 58.000 Euro Netto für die kurze und flache Basisversion des Kastenwagens (L1H1) bei Citroen, abzüglich dem noch vorbehaltlichen Bafa-Umweltbonus von 7.500 Euro dann 50.490,- Euro. Die 70-kWh-Version als lange Hochdachvariante kostet dann etwa 10.000 Euro mehr mit bei Peugeot 67.380 Euro Nettopreis. Der ersten Fahrzeuge sollen im ersten Quartal 2022 zu den Kunden rollen.

Das Fahrzeug in den Längen L1 und L2 mit der 37 kWh Batterie ausgestattet. In der Länge L4 ist die größere Batterie mit 70 kWh bestellbar. Die 37 kWh Batterie soll eine Reichweite von bis zu 116 Kilometern nach WLTP ermöglichen, mit der 70 kWh Batterie von bis zu 247 Kilometern. Entsprechend gibt der Hersteller den Verbrauch mit einer Spanne zwischen 31,7 und 38,4 kWh/100 km an. Geladen wird per Typ-2-Anschluss links neben der Fahrertür bei bis zu 22 kW Leistung. Optional ist ein 100-kW-CCS-Gleichstromlader, mit dem das Fahrzeug in einer Stunde wieder bei 80 Prozent Energie sein soll. Die Garantie auf die Batterie beträgt acht Jahre oder 160.000 Kilometer.

Für Vortrieb über die Vorderräder sorgt ein Elektro-Synchronmotor mit einer Leistung von 96 kW (122 PS) und einem maximalen Drehmoment von 260 Nm. Das Höchstgeschwindigkeit ist beim 3,5-Tonner limitiert auf 100 km/h, beim ebenfalls erhältlichen 4-Tonner sind gesetzlich ohnehin maximal 90 km/h erlaubt. Das komplette Antriebs- und Akku-System wurde seit 2019 gemeinsam mit dem E-Umrüstungsspezialisten Bedeo entwickelt und umgesetzt.

Neben Kasten auch Fahrgestell und Doka

Insgesamt stehen also vier Längen zur Wahl: L1 mit 4,963 Metern und L2 mit 5,413 Metern, beide als Kastenwagen und in Verbindung mit der 37 kWh Batterie. Zudem gibt es noch L3 mit 5,998 Metern als Fahrgestell mit Einzel- oder Doppelkabine und L4 mit 6,363 Metern als Kastenwagen und Fahrgestell mit Einzelkabine. Die L3 und L4 Version sind ausschließlich mit der 70 kWh Batterie erhältlich. Wie beim Verbrenner beträgt das maximale Volumen des Kastenwagens 17 m³. Die Nutzlast gibt der Hersteller mit maximal 1.890 Kilogramm an.

Zur Ausstattung gehören Fahrerassistenzsysteme wie einen Toterwinkelassistent, eine Rückfahrkamera und ein Notbremsassistent, inklusive Spurhalteassistent). Infos zum elektrischen Fahrbetrieb und dem Geschehen auf der Straße liefert auch der Rückspiegel mit integriertem Display. Statt einer manuellen Schaltung kommt eine Automatik mit drei Fahrmodi zum Einsatz, „D“ für Drive, „N“ für Neutral oder „R“ für Rückwärtsgang. Die Rekuperation wird dann automatisch gesteuert. Zur Serie zählen elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegel sowie eine Klimaanlage.

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