polisMOBILITY 2022: Urban, elektrisch, vernetzt - Bühne für besseren Verkehr

Mit einer Mischung aus Ausstellung, Konferenz und Events, 109 Ausstellern und über 40 Partnern sucht die neue Plattform für urbane Mobilität ihren Platz - und fokussiert zahlreiche City-Logistik-Themen. Events auf dem Kölner Messegelände, im Zentrum und im Netz. Bühne für Start-ups.

Urban und nachhaltig mobil: Die neue Plattform polisMOBILITY will die Branche vernetzen und neue Lösungswege aus dem Dauerstau in den Städten aufzeigen. | Foto: Koelnmesse
Urban und nachhaltig mobil: Die neue Plattform polisMOBILITY will die Branche vernetzen und neue Lösungswege aus dem Dauerstau in den Städten aufzeigen. | Foto: Koelnmesse
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

In Köln startet heute die erste Ausgabe der neu installierten Messeplattform polisMOBILITY, die mit einem Mix aus Ausstellung, Konferenz und Event in den Kölner Messehallen, in der City und per Livestream Internet die Welt der nachhaltigen urbanen Mobilität in den Fokus stellt. Vier Tage lang stehen die künftigen Herausforderungen der urbanen Mobilität im Vordergrund, skizziert der Veranstalter Koelnmesse. Leitende Frage sei: "Wie wollen wir unsere Lebensrealität, unsere Städte und Regionen, in Zukunft lebenswert gestalten?“. Statt einer reinen Ausstellung wolle man als branchenübergreifendes Diskussions- und Mitmach-Forum zur Zukunft von Mobilität und urbanem Leben in den Messehallen, in der Innenstadt und im Netz erlebbar machen, so die Intention. 

„Mit der polisMOBILITY stellen wir uns der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung einer nachhaltigen Mobilität. Wir möchten unseren Beitrag zum Gelingen der Mobilitätswende leisten, indem wir einen gemeinsamen Dialog- und Gestaltungsraum für alle relevanten Akteurinnen und Akteure schaffen“, betont Oliver Frese Geschäftsführer (COO) der Koelnmesse.

Mehr als 100 Aussteller in Halle 1 der Koelnmesse

Insgesamt 109 Aussteller aus neun Ländern präsentieren in Halle 1 auf dem Kölner Messegelände ihre Konzepte, Ideen und Lösungen rund um nachhaltige Mobilität. Darüber hinaus verweist man auf über 40 Partner, die das Projekt Mobilitätswende vorantreiben: 15 öffentliche, 11 private, 10 Konferenz- und 8 Medienpartner, darunter auch VISION mobility. Mit dabei sind unter anderem der Deutsche Städtetag und das Land Nordrhein-Westfalen. Auch die wissenschaftliche Expertise der Verkehrsabteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereichert das Mobilitätsthema um wichtige Facetten. Die vertretenen Aussteller decken die gesamte Themenvielfalt der urbanen Mobilität ab. Der Automotive-Bereich ist z.B. durch Toyota, Ford oder auch Mikromobilhersteller Birò vertreten. Den Geschäftsbereich Charging decken die Firmen TankE, Shell mit Ubitricity und ebee/Bender ab.

Die Deutsche Telekom, mobileye oder auch EasyPark repräsentieren die Lösungen für Smart City. Natürlich ist auch der Bereich Sharing und Mobility Services vertreten. Hier finden sich ebenso namhafte Hersteller wie Tier, Dott, die KVB oder Green Mobility. Das Problem der letzten Meile thematisieren u.a. Dachser, Urban Mobility und Duck Train. Die Wissenschaft wird durch das DLR und die TH Köln repräsentiert. Ebenso sind Institutionen aus NRW und dem Bund wie die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur und die Autobahn GmbH in Halle 1 zu finden.

Hochkarätige Konferenz als tragende Säule

Auf der begleitenden Konferenz sollen Vordenkerinnen und Vordenker der Branche ihre Ideen und Visionen präsentieren. Ziel sei es, kooperative Lösungsansätze zu entwickelt sowie internationale Pilotprojekte und Use-Cases zu diskutieren. Ein offenes Content-Programm in den Hallen ist Besucherinnen und Besuchern frei zugänglich und wird ergänzt um etablierte Konferenzen sowie moderne Dialogformate. Der Mix aus Inhalten und Networking soll neue Möglichkeiten zur Interaktion schaffen. Rund 200 national und international renommierte Speakerinnen und Speaker nehmen die Herausforderungen, die mit der Transformation von Städten und Regionen einhergehen, in den Blick. Dazu gehören unter anderem Prof. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal ebenso wie Katja Schechtner, Visiting Scholar am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Prof. Jan Gehl, Architekt sowie praktizierender Stadtplanungsberater und Professor für Stadtplanung an der School of Architecture in Kopenhagen.

„Immer häufiger erleben wir die Mobilität in unseren Städten als Immobilität. Mit der polisMOBILITY bringen wir fachlich versierte Akteurinnen und Akteure der urbanen Mobilität aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln und voneinander zu lernen. Und wir diskutieren moderne Mobilitäts-Angebote und Ideen mit den Kölnerinnen und Kölner, unterziehen sie einem Praxistest und machen somit unsere Stadt für die kommenden Tage zu einem Reallabor. Denn die theoretisch besten Ideen nützen uns nur dann, wenn sie sich auch als alltagstauglich erweisen", wirbt Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln.

startupHUB: junge Ideen für die Mobilität von Morgen

Freiräume für neue Konzepte und Denkansätze will man auf dem startupHUB schaffen. Die urbane Mobilität der Zukunft brauche frische Ideen, man räume daher bewusst aufstrebenden jungen Unternehmen eine exklusive Ausstellungsfläche ein. Als Programm-Highlight präsentieren am 19. Mai 2022 junge Unternehmen in elevatorPITCHES ihre Ideen live auf der Bühne. In diesem Jahr haben sich bereits 25 Unternehmen angemeldet.

Maximale Agilität, minimale Emissionen: Mobilität im beruflichen Alltag

Urbane Zentren leben auch von und mit gewerblichen Aktivitäten, was man ebenfalls widerspiegeln wolle. Ob Handwerker, Lieferdienste oder Servicedienstleister für Lebensmittel, Medikamente und Kuriersendungen – inzwischen gehörten zahlreiche Alternativen neben dem klassischen weißen Lieferwagen fest zum Straßenbild. Gerade das Mikromobil und Zweiräder – vom Transporter mit alternativem Antrieb über das Elektrofahrrad bis zum Cargobike – zeichneten sich durch überragende Agilität, geringen Bedarf an Verkehrsraum sowie besonders niedrige Emissionen aus, skizziert der Veranstalter. In Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer NRW und der Handwerkskammer zu Köln präsentier man weiterführende Lösungen für jede Form beruflicher Mobilität.

Die besondere Bedeutung wird durch eine Vereinbarung zwischen den Städten Bonn und Köln sowie den entsprechenden Handwerkskammern der Region untermauert. Die Zeichnung der Vereinbarung „Elektromobilität im Handwerksbetrieb in der Region Köln Bonn“ findet am Freitag (20.5., 13:40 – 14:00 Uhr) auf der activeSTAGE anlässlich des Verkehrspolitischen Forums „Was das Handwerk bewegt“ statt.

cityHUB bietet zukünftige Mobilität zum Ausprobieren

Zwischen Rudolfplatz und Friesenplatz beschränken sich die 34 Austeller nicht auf die Erörterung theoretischer Lösungen: Im cityHUB werden moderne und nachhaltige Fahrzeuge vom E-Auto bis zum Lastenfahrrad greifbar und für jedermann „erfahrbar“. Hersteller unterschiedlicher Branchen erklären vor Ort den Mehrwert ihrer Lösungen für die Smart-City der Zukunft. In enger Kooperation mit der Stadt Köln werden wichtige Verkehrsadern der City während der Veranstaltung gesperrt, damit Bürgerinnen und Bürger neue Fahrzeugkonzepte hautnah erleben und ausprobieren können.

Ebenfalls am Rudolfplatz befindet sich das gemeinsam mit der Stadt Köln organisierte polisCAMP. Dies bietet einen  Begegnungsraum aus sechs Bauwagen mit Vorgärten, in denen sich zahlreiche Initiativen und Akteursgruppen präsentieren. Auf unterschiedlichste Weise bringen sie Besuchern ihre zivilgesellschaftlichen Perspektiven auf eine lebenswerte Stadt und eine Mobilität von morgen näher. Vier Tage lang sorgt das polisCAMP mit einem eigenen Programm für einen offenen Dialog zwischen der Stadtgesellschaft und Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verbänden.

Aus Sicht von Messechef Oliver Frese liege der Fokus eines künftigen mobilen Lebensstils besonders im Hinblick auf die Transportmittel entscheidend anders. Der Trend gehe Weg vom Besitzen, hin zum Nutzen und Teilen.

"Deshalb müssen wir uns darüber verständigen, welche Prioritäten gesetzt werden und wie Mobilität klug, effizient und menschenorientiert in unseren Städten ihren Platz findet", meint Frese.

Die Koelnmesse präsentiert am Messeplatz bisher mit der INTERMOT und THE TIRE COLOGNE internationale Leitmessen rund um das Thema Mobilität. Ab 2022 erweitert die Koelnmesse ihr Portfolio nun um die polisMOBILITY, ein neues hybrides Event, das aufzeigen soll, wie Mobilität in Städten in Zukunft gestaltet werden kann und muss. Bei THE TIRE COLOGNE stehen neben Reifen und Rädern Ausrüstungen für Kfz- und Reifenwerkstätten sowie ein umfassendes Angebot rund um die Bereiche Reifenrunderneuerung sowie Altreifenverwertung und –entsorgung im Zentrum. Die INTERMOT Köln fokussiert motorisierte Zweiräder und stellt die wichtigsten Neuheiten aus den Bereichen Elektromobilität, Zubehör, Bekleidung, Teile, Customizing, Reisen und Werkstattausrüstung vor.

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