Polizei bereitet bundesweite Kontrollen des Güterverkehrs vor

(dpa) 4.000 Polizeikräfte sollen demnächst bundesweit Lenk- und Ruhezeiten, Ladungssicherung und den technischen Zustand von Lkw kontrollieren. Auch der Zoll und das Bundesamt für Logistik und Mobilität sind an der Aktion beteiligt.

Polizisten überprüfen die Ladungshöhe eines Lkw auf einem Rastplatz an der Autobahn A 12 nahe Briesen (Brandenburg). | Bild: Patrick Pleul/dpa
Polizisten überprüfen die Ladungshöhe eines Lkw auf einem Rastplatz an der Autobahn A 12 nahe Briesen (Brandenburg). | Bild: Patrick Pleul/dpa
Tobias Schweikl

Die Polizei bereitet mit Tausenden Kräften bundesweite Kontrollen des Güterverkehrs vor. Am 17. April soll es eine Bundesländer übergreifende Verkehrssicherheitsaktion geben, wie Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch ankündigte.

Brandenburg hat den Vorsitz der Innenministerkonferenz. Rund 4000 Polizeikräfte sollen an rund 500 Kontrollorten im Einsatz sein.

Innenminister Stübgen sagte laut Mitteilung: „Steigender Wettbewerb und Termindruck im Transportgewerbe sind unter anderem Ursachen für übermäßig lange Arbeits- und Lenkzeiten und minimale Ruhezeiten. Das führt häufig zur Übermüdung der Fahrer.“

Dazu kämen technische Mängel an Fahrzeugen und mangelnde Ladungssicherheit.

„Die Folgen sind nicht selten schwere Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Güterfahrzeugen, oft mit dramatischen Folgen für Mensch, Infrastruktur und Gesellschaft“, so Stübgen.

In Brandenburg wird die Polizei bereits am 15. April erste Kontrollen im südlichen Bereich von Berlin durchführen und entlang der Autobahn 2. Eine weitere Lkw-Kontrolle ist am 16. April auf der A13 geplant - hier geht es vor allem um das Thema „Ablenkung und Abstand“.

Die abschließende Hauptaktion wird dann am 17. April an der Bundesautobahn 24 folgen. Auch der Zoll, das Bundesamt für Logistik und Mobilität und andere Partner sind laut Ministerium an den Kontrollen und Präventionsaktionen beteiligt. Seit 2018 wird nach einem Beschluss der Innenministerkonferenz die länderübergreifende Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“ initiiert.