Positive Jahresbilanz bei Viastore: 2021 war gut, 2022 wird besser

Der Intralogistikspezialist Viastore will im kommenden Jahr einen Umsatz von circa 150 Millionen Euro und einen Auftragseingang von rund 200 Millionen Euro erreichen.

Die Viastore-Geschäftsführung schaut optimistisch in die Zukunft (von links): Dr. Harald Goebel, COO Viastore Softwware, Anja Zschernig, CFO Viastore Group, Philipp Hahn-Woernle, CEO Viastore Group, und Thomas Hibinger, COO Viastore Systems. (Foto: Viastore)
Die Viastore-Geschäftsführung schaut optimistisch in die Zukunft (von links): Dr. Harald Goebel, COO Viastore Softwware, Anja Zschernig, CFO Viastore Group, Philipp Hahn-Woernle, CEO Viastore Group, und Thomas Hibinger, COO Viastore Systems. (Foto: Viastore)
Tobias Schweikl
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Therese Meitinger)

Der Stuttgarter Intralogistikanbieter Viastore hat auf seiner erneut rein digitalen Presseveranstaltung am 9. Dezember eine positive Jahresbilanz gezogen: Einen geschätzten Jahresumsatz von rund 140 Millionen Euro gab CEO Philipp Hahn-Woernle für 2021 an – und verwies darauf, dass das Jahr mit Materialengpässen, Einschränkungen bei Reisen und abgesagter oder verschobener Messen durch Covid-19 nicht einfach gewesen sei:

„Besonders der explodierende Stahlpreis hat uns zu schaffen gemacht und die Intralogistikbranche in Atem gehalten. Materialversorgung und Liefertreue sicherzustellen, war mitunter eine Herausforderung“, so Hahn-Woernle.  

Doch das Geschäft von Viastore habe sich trotz allem zufriedenstellend entwickelt, so der CEO weiter. Man habe den höchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte verbucht und mehrere Großkunden gewinnen können. Für 2022 rechnet der Geschäftsführer mit Aufholeffekten und einem Umsatz von circa 150 Millionen Euro sowie einem Auftragseingang von rund 200 Millionen Euro.

Man habe die Zeit genutzt, um Hausaufgaben zu machen, heißt es aus Stuttgart. Das Unternehmen hat so unter anderem „SAP S/4 Hana“ eingeführt, ein globales Projektmanagement-Office etabliert und eine agile Organisationsform und Arbeitsweise im Unternehmenszweig Viastore Software umgesetzt. Zudem erweiterte Viastore sein WMS „viadat“, das eine durchgängige Steuerung und Kontrolle aller Materialflüsse zwischen Wareneingang, Produktion, Lager und Warenausgang erlauben soll. Applikationen wie „viadat VISION“ zur Visualisierung und zum Condition Monitoring von Intralogistikanlagen ergänzen das digitale Portfolio der Schwaben. Bei Regalbediengeräten standen zuletzt unter anderem Anwendungen zur mehrfachtiefen Lagerung und dem innerbetrieblichen Transport, zum Beispiel zur Produktionsversorgung, im Fokus.

In der Fokusbranche produzierende Industrie vermeldet Viastore 2021 mehrere Großprojekte, wie Thomas Hibinger, COO der Viastore Systems GmbH berichtete. Bei Vega Grieshaber, einem Hersteller von Produkten für die Prozessmesstechnik, übernahm der Systemintegrator etwa den Ausbau, die Zentralisierung und Automatisierung der Intralogistik. Für den innerbetrieblichen Transport der Produkte integrierte Viastore mit dem „Soto 2“ von Magazino eine Roboterlösung, die vollständig autonom agiert und eine zuverlässige Montageversorgung sicherstellt.

Für seinen Bestandkunden Phoenix Contact, Hersteller von Elektronikprodukten, realisierte Viastore am Standort in Herrenberg die Neustrukturierung von Produktion und Logistik. Mit einem Lagerneubau, Routenzügen und automatisierten Be- und Entladestationen habe Phoenix Contact sowohl seine Lieferperformance steigern als auch die Basis für eine einfache Erweiterung in der Zukunft schaffen können, heißt es.

Für die Viastore Software GmbH vermeldete deren COO, Dr. Harald Göbel, für 2021 mehrere Großprojekte: Ein Hersteller von Küchen hat an seinem neuen Standort auf rund 110.000 Quadratmetern eine der modernsten Produktionsstätten für Küchenmöbel realisiert – die innerbetriebliche Logistik und die Produktion werden von viadat gesteuert. viadat bindet dabei nach Unternehmensangaben nicht nur eine Vielzahl von Logistiksystemen ein, sondern managt vor allem sämtliche Prozesse der Produktionsversorgung. Die Software übernehme klassische Aufgaben eines Manufacturing Execution Systems (MES), heißt es. Sie schaffe damit die Basis für die Produktion einer sehr variantenreichen, designorientierten Küchen-Linie zu marktfähigen Preisen – und das bei einer kompletten Losgröße-1-Fertigung.

Daneben setzte Viastore Software auch Aufträge um, bei denen ein Upgrade des Lagerverwaltungssystems durchzuführen waren: Im Zuge des größten Retrofit-Auftrags der Unternehmensgeschichte – der Modernisierung und Erweiterung des Logistikzentrums von des Faserstoffherstellers Rettenmaier & Söhne – wurde das bestehende Warehouse Management System viadat durch die neuste Version ersetzt.

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