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Restantenmanagement bei NG.network: Stückgutkooperation optimiert Hallensituation per Softwaretool

Die Netzwerkzentrale der Stückgutkooperation NG.network erhält über die neue Funktion „Restantenmanagement“ direkte Einblicke in die Umschlagsflächen der Partnerbetriebe. Das Monitoring soll Netzwerksteuerung und -stabilität verbessern.

Das langfristige Monitoring der Restanten erlaubt es NG.network, die Netzwerkentwicklung voranzutreiben. | Bild: iStock
Das langfristige Monitoring der Restanten erlaubt es NG.network, die Netzwerkentwicklung voranzutreiben. | Bild: iStock
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Tobias Schweikl

Offene Sendungen im Netzwerk der Stückgutkooperation NG.network werden seit Anfang August über den Tag verteilt mehrmals automatisch ausgewertet. Das sogenannte Restantenmanagement ist Teil der angekündigten Digitalisierungsoffensive des Unternehmens. Die anfallenden Daten sollen auch als Grundlage für die langfristige Netzwerkentwicklung und Gebietsoptimierung dienen.

„In der Vergangenheit ist das Kind zu oft in den Brunnen gefallen. Man kann schon viel früher eingreifen, um Mengenbeschränkungen zu vermeiden“, erklärt Steffen Landsiedel, verantwortlich für IT-Projekte bei NG.network.

Das langfristige Monitoring inklusive Dokumentation erlaubt es NG.network außerdem, die Netzwerkentwicklung zielgerichteter voranzutreiben. Betriebe oder ganze Regionen können systematisch weiterentwickelt werden.

Restanten im Blick

Die Kategorie „Restanten“ umfasst Sendungen, die Partnerbetriebe innerhalb des Netzwerks über eigene Aufträge oder andere Partner auf die Halle bekommen und anschließend in Zustellung bringen oder weiterverladen. Steigen die Restantenmengen, steht weniger Hallenfläche zur Verfügung. Ab einem gewissen Belastungsgrad können die abzuarbeitenden Sendungen nicht mehr problemlos produziert werden; die Gesamtleistung des Netzwerks leidet. In der Vergangenheit kam es so zu Mengenbeschränkungen und Qualitätseinbußen.

Die Zentrale könne nun mit dem neuen Softwaretool nicht nur die Hallensituation besser bewerten, sondern auch taggleich in Aktion treten, falls Engpässe etwa durch kurzfristige Ausfälle im Betrieb drohen. Mengenbeschränkungen, wie sie in der Vergangenheit nötig wurden, würden so vermieden, so das Unternehmen. Ein Power-BI-Tool (Business Intelligence) visualisiert die Informationen und stellt sie auf den Dashboards der Kooperation, den sogenannten NG.Boards, bereit.

Um die Transparenz im deutschlandweiten Netzwerk zu gewährleisten, hat die Zentrale zusammen mit den Partnern außerdem ein weiteres NG.Board entwickelt.

„Ein einzelner Versandbetrieb arbeitet mit bis zu 47 Partnern im Netzwerk zusammen. Zur besseren Übersicht stellen wir die Informationen zur Restantensituation in einer Karte für alle Betriebe dar“, berichtet Steffen Landsiedel.

Überblick per Ampel

Das Restanten-Dashboard bietet eine Gesamtübersicht des Dispo-Bestands auf Netzwerkebene und je Speditionsbetrieb, aber auch Informationen auf Sendungsebene. In einem ergänzenden Bereich ist nachvollziehbar, warum einzelne Sendungen als Restanten auf der Halle verbleiben.

Das Team in der Zentrale behält den Überblick über die Restantensituation aller Partnerbetriebe dank eines Ampelsystems. Eine Ampel stellt dabei die Kapazität des jeweiligen Betriebs im Kontrast zur Restantenmenge vor Ort dar. Sind bei der 12-Uhr-Abfrage mehr als 35 Prozent der verfügbaren Hallenfläche mit Restanten belegt, springt die Ampel auf Gelb, bei 60 Prozent auf Rot.

Eine zweite Anzeige bildet den Wachstumsfaktor ab: Steigen die Restanten stetig an, springt die Ampel von Grün zu Gelb und schließlich auf Rot. Zur besseren Übersichtlichkeit werden beide Faktoren zu einem Gesamtstatus zusammengefasst. Wenn das System hier einen negativen Trend kennzeichnet und die Betriebe informiert, klärt die Zentrale im Dialog mit den Verantwortlichen vor Ort Ursachen und Maßnahmen frühzeitig.

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