RLVD veröffentlicht Verhaltenskodex und fordert Ausbau der Radinfrastruktur

Der Verhaltenskodex ruft zur Einhaltung der Verkehrsregeln und fairem Miteinander auf. Der Verband appelliert aber auch an die Politik, die Radinfrastruktur auszubauen, um Konflikten vorzubeugen.

Ein Verhaltenskodex soll die Konflikte mit Lastenrädern im Verkehr minimieren. Dazu braucht es aber auch einen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. | Foto: J. Reichel
Ein Verhaltenskodex soll die Konflikte mit Lastenrädern im Verkehr minimieren. Dazu braucht es aber auch einen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. | Foto: J. Reichel
Johannes Reichel

Der Radlogistikverband Deutschland e.V. (RLVD) hat eine aktualisierte Version des Verhaltenskodex für gewerbliche Lastenräder und Gespanne im deutschen Straßenverkehr veröffentlicht, um die Sicherheit und Effizienz der operativen Radlogistik zu steigern. Ziel der Entwicklung sei das Einführen klarer und verbindlicher Standards für das Fahren mit Lastenrädern und im Gespann auf der gegebenen Radverkehrsinfrastruktur für Radlogistiker:innen gewesen, so der Verband. Dadurch sollen Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmer:innen minimiert und die Sicherheit aller gewährleistet werden.

„Für sichere und lebenswerte Städte ist eine Verlagerung des fahrradtauglichen Wirtschaftsverkehrs auf die Radlogistik unabdingbar. Der Verhaltenskodex soll das faire Miteinander auf den Radwegen auch bei steigender Nutzung durch den Wirtschaftsverkehr gewährleisten", erklärte Jonas Kremer, Beisitzender und Fachvorstand AG Politik.

Die Mitglieder des RLVD sind dazu aufgerufen, den Verhaltenskodex in ihren Betrieben umzusetzen und die Einhaltung der Richtlinien sicherzustellen. Der Verband betrachtet die Einführung des Verhaltenskodex als einen innovativen und wichtigen Schritt zur Förderung der Radlogistikbranche in Deutschland. Zu den Kernpunkten des Kodex gehören die Respektierung aller Verkehrsregeln und -zeichen, die Rücksichtnahme gegenüber Fußgänger:innen und anderen Verkehrsteilnehmer:innen, die Vermeidung der Nutzung von Gehwegen, wenn nicht ausdrücklich erlaubt, die Nutzung von Radverkehrsanlagen, wenn vorhanden und praktikabel.

Der Verband appelliert darüber hinaus aber auch an die Politik, den Ausbau der Radverkehrsanlagen voranzutreiben, um den Radverkehr sowohl privat als auch gewerblich zu fördern – und so Konflikte der Verkehrsteilnehmer:innen von vorneherein zu minimieren.