Robotik und KI: Zebra und Fetch entwickeln nun gemeinsam

Der Mobilgeräteanbieter und Softwarespezialist Zebra Technologies übernimmt Fetch Robotics. Gemeinsame Robotik-Automatisierung geplant, die Hard- und Softwarelösungen beider Unternehmen kombiniert.

Die mobilen Roboter von Fetch sollen die Abläufe im Lager beschleunigen. | Bild: Fetch Robotics
Die mobilen Roboter von Fetch sollen die Abläufe im Lager beschleunigen. | Bild: Fetch Robotics
Tobias Schweikl

Die Zebra Technologies Corporation will Fetch Robotics übernehmen. Die autonomen mobilen Roboter (AMR) von Fetch werden für die optimierte Kommissionierung in Fulfillment- und Distributionszentren, die Just-in-Time-Materiallieferung in Fertigungsanlagen und die Automatisierung manueller Materialbewegungen in jeder Anlage eingesetzt.

„Die Übernahme von Fetch Robotics wird die Verwirklichung unserer Vision von Enterprise Asset Intelligence und unser Wachstum im Bereich der intelligenten Industrieautomation beschleunigen. Damit beschreiten wir neue Wege zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und helfen unseren Kunden, in zunehmend automatisierten, datengesteuerten Umgebungen effizienter zu arbeiten“, sagt Anders Gustafsson, Chief Executive Officer von Zebra Technologies. „Außerdem erweitern wir mit diesem Schritt unser Engagement für die Optimierung der Lieferkette – von der Produktion bis zum Verbrauch. Wir freuen uns, das Fetch-Team in der Zebra-Familie willkommen zu heißen."

Fetch biete eine nahtlose Integration mit Lager- und Fertigungssystemen. Und das ohne, dass Änderungen an den Anlagen oder der Infrastruktur erforderlich seien, so Zebra. „Workflow Builder“, das Drag-and-Drop-Workflow-Entwicklungsstudio von Fetch, ermögliche eine sofortige Automatisierung. Kunden und Partner könnten so automatisierte Materialtransport-Workflows innerhalb von Stunden statt Monaten einsetzen.

Die AMR könnten laut Zebra Durchsatz, Effizienz und Produktivität in den Unternehmen verbessern. Sie arbeiteten zudem mit den Menschen in Fulfillment-, Distributions- und Produktionsumgebungen zusammen. Damit seien sie ein Mittel, den derzeitigen Arbeitskräftemangel auszugleichen.

Neben dem AMR-Portfolio bietet Fetch Robotics auch die Cloud-basierte Software „FetchCore“ an. Sie dient als grundlegende Plattform für den Einsatz und die vollständige Integration vieler verschiedener automatisierter Workflows in Fertigungs- und Lagerabläufen an. FetchCore ermögliche durch maschinelles Lernen auf Basis von AMR-Sensordaten neue Einblicke in Anlagen. Vor allem Kunden mit arbeitsintensiven Abläufen sollen davon profitieren können.

„Das Fetch-Team freut sich darauf, Zebra beizutreten und die Einführung flexibler Automatisierung durch AMRs und unsere Cloud-basierte Robotics-Plattform zu beschleunigen. Gemeinsam haben wir das richtige Team und die richtigen Technologien, um End-to-End-Lösungen für schwierige Kundenprobleme anbieten zu können“, sagt Melonee Wise, Chief Executive Officer von Fetch Robotics. „Indem wir Kunden dabei helfen, ihre Fulfillment-, Distributions- und Produktionsabläufe dynamisch zu optimieren und ganzheitlich zu orchestrieren, tragen wir gemeinsam dazu bei, dass diese der wachsenden Nachfrage voraus sind, Lieferzeiten minimieren und schrumpfenden Arbeitskräftepools begegnen können."

Zebra will sich künftig auf eine Robotik-Automatisierung fokussieren, die die Zebra-eigenen Workflow-Lösungen wie „FulfillmentEdge“ und „SmartSight“ mit den Lösungen von Fetch Robotics kombiniert.

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