Scania L-Reihe: 7-Liter-Motor im City-Verteiler

Downsizing für den Stadt-Spezialisten: Der kleine 7-Liter-Sechszylinder fügt sich passend in das Portfolio des auf urbane Zonen fokussierten Modells.

Hot in the City: Der Scania mit L-Fahrerhaus punktet mit niedrigem Einstieg und guter Übersicht, auch dank Fensterausschnitt in der Beifahrertür. | Foto: Scania
Hot in the City: Der Scania mit L-Fahrerhaus punktet mit niedrigem Einstieg und guter Übersicht, auch dank Fensterausschnitt in der Beifahrertür. | Foto: Scania
Johannes Reichel

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania erweitert das Antriebsportfolio seiner auf urbane Distribution spezialisierten L-Baureihe. Auch hier ist jetzt der Sieben-Liter-Sechszylinder-Motor erhältlich, in drei verschiedenen Leistungsstufen zu 220, 250 und 280 PS. Die Fahrerhäuser der L-Baureihe waren 2017 eingesetzt worden und realisieren einen modularisierten Low-Entry-Lkw mit niedrigem Einstieg und einer tiefen Sitzposition, die die Kommunikation mit dem Umfeld stark erleichtert. Der DC07-Motor wurde zwar ebenfalls 2017 vorgestellt, war zunächst aber nur in Kombination mit den Fahrerhäusern der P-Baureihe im Angebot.

Der leichte Reihensechszylinder mit einem Hubraum von 6,7 Liter soll ebenso robust sein wie die großvolumigeren Geschwister. Er bietet in der Topeinstellung ein Drehmoment von bis zu 1.200 Nm, das firmentypisch bereits ab 1.050 U/min anliegt. Für zeitgemäße Abgasemissionen sorgt das originär entwickelte Abgasnachbehandlungssystem mit ausschließlicher SCR-Technologie. Zudem lässt sich das Aggregat mit motorgetriebenen Nebenantrieben ausstatten. Der 7-Liter-Motor sei sehr gut von den Kunden aufgenommen worden, berichtet Stefan Lindholm, Senior Product Manager bei Scania Trucks. Der kleinste Lkw-Motor trage dennoch alle bekannten Markeneigenschaften in sich, wozu der Manager klassenführende Kraftstoffeffizienz und die Philosophie der niedrigen Drehzahlen zählt.

In Kombination mit positionsbasierter Telematik ideal

Die Kabinen der L-Baureihe sind 200 Zentimeter lang und mit drei verschiedenen Dachhöhen erhältlich: als niedriges, normales und als hohes Dach. Werde ein Fahrgestell mit Kneeling-Funktion bestellt, genüge eine einzige Trittstufe, um in das Fahrerhaus mit einer Bodenhöhe von etwa 80 Zentimetern einzusteigen. Typische Achskonfigurationen für städtische Anwendungen sind 4x2 oder 6x2*4 (mit der elektrisch gelenkten Nachlaufachse). Zudem bietet der Hersteller mit dem sogenannten "Scania Zone" einen positionsbasierten Telematik-Dienst zur automatischen Fahrzeuganpassung. Das System soll die Fahrer bei der Einhaltung von Verkehrs- und Umweltvorschriften unterstützen. Diese seien "eine treibende Kraft" hinter der laut Lindholm gestiegenen Nachfrage nach "Stadtlösungen". Zudem gebe es ein wachsendes Sicherheitsbewusstsein.

„Transportunternehmen, die in Stadtgebieten tätig sind, sehen sich strengeren - und völlig gerechtfertigten - Anforderungen hinsichtlich Lärm, Emissionen und der Fähigkeit zur Integration in den anspruchsvollen Verkehr und zur Interaktion mit Fußgängern und Radfahrern gegenüber", wirbt Lindholm für das Scania-L-Konzept.

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