Scania Plug-in-Hybrid mit Webasto-Ladetechnik

Schwedischer Truck-Hersteller vertreibt seinen neuen Plug-In-Hybrid-Lkw europaweit zusammen mit Webasto-Ladestationen.

Webasto kooperiert mit Scania für die Plug-in-Hybride. | Foto: Scania
Webasto kooperiert mit Scania für die Plug-in-Hybride. | Foto: Scania
Johannes Reichel
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Beim Thema Plug-In-Hybrid-Lkw wird die elektrische Energie aus dem Akku in erster Linie für das Anfahren und das Fahren mit niedriger Geschwindigkeit genutzt, zum Beispiel innerstädtisch im  Stopp-and-Go-Verkehr. Daher können Akkus und Ladeleistung auch entsprechend kleiner ausfallen, zumal die Lkw für die Rekuperation die kinetische Energie nutzen können, die zum Laden der Batterie genutzt wird, doch diese sei häufig nicht ausreichend. Damit die Fahrzeugbatterie zu Beginn des Fahrzeugeinsatzes stets vollständig geladen ist, braucht man also eine professionelle Ladestation.

Mit der Ladestation mit 22 kW Ladeleistung könne die Batterie innerhalb von nur 20 Minuten vollständig geladen werden. Zusätzliche Ladevorgänge sind laut Webasto ebenfalls möglich, zum Beispiel während der Lkw zum Be- oder Entladen geparkt sei oder während der Ruhephasen. Entsprechend bietet man Kunden des Lkw-Herstellers optional die Ladestation Webasto Pure oder Live mit 22 kW Ladeleistung, einem bis zu sieben Meter langen Kabel sowie deren Installation durch einen qualifizierten Elektroinstallateur an. Wichtig: Im Paket aus Hardware und Services enthalten sei eine vorhergehende Standortanalyse. Dabei prüfe der Installateur zunächst die Gegebenheiten wie etwa bereits vorhandene Elektroanschlüsse an dem Ort, an dem die Ladestation installiert werden soll.

Für Flotten ist die teurere, aber intelligente „Live“ die bessere Wahl, denn sie soll eine flexible Vernetzung über das Mobilfunknetz ermöglichen und kann per Webasto LiveApp und dem Charging Portal des Zulieferers gesteuert werden. Durch Netzwerkschnittstellen, wie etwa LAN und WLAN, lassen sich laut Webasto mehrere Ladestationen miteinander verbinden und somit dynamisches Lastmanagement ermöglichen. Außerdem biete die Ladestation die Authentifizierung über RFID oder Smartphone und unterstützte die Authentifizierung via Plug & Charge (ISO 15118). Die Ladestationen sind darüber hinaus kompatibel mit allen Elektrofahrzeugen mit Typ-2-Stecker.

Was bedeutet das?

Für Plug-in-Lkw wie die von Scania, die den Akku nur zum „Boosten“ nutzen, genügen in diesem Segment vergleichsweise „kleine“ Wallboxen mit bis zu 22 kW Ladeleistung. Wichtig: Ein langes Kabel und die Möglichkeit der smarten Säule, per Netzwerkschnittstelle und mehreren Ladepunkten für Flotten zu einem dynamischen Lastmanagement erweitert werden zu können.

Printer Friendly, PDF & Email