Shell nimmt 37. deutsche LNG-Station ans Netz

Der Mineralölkonzern nahm mit der Station an der A3 die 37. LNG-Zapfstelle in Deutschland in Betrieb.

Shell baut sein LNG-Netzwerk weiter aus. (Bild: Screenshot Shell)
Shell baut sein LNG-Netzwerk weiter aus. (Bild: Screenshot Shell)
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Nadine Bradl)

Shell hat die 37. LNG-Station für die Versorgung des Transportsektors mit Flüssigerdgas (LNG: Liquefied Natural Gas) in Deutschland in Betrieb genommen. Die LNG-Station befindet sich an der A3 in Flörsheim, Abfahrt Raunheim, in der Nähe des Frankfurter Flughafens und steht ab sofort zur Verfügung. 

Sönke Kleymann, Geschäftsführer euroShell Deutschland GmbH & Co. KG: „Mit diesem Standort schließen wir eine wichtige Lücke im Netz für die Versorgung mit LNG und zukünftig Bio-LNG entlang der Hauptverkehrsrouten für den Straßengüterverkehr.“ Mit zwei Zapfsäulen und einer Kapazität von 30 Tonnen können an dieser Station täglich rund 200 LNG-Fahrzeuge versorgt werden. 

Europaweiter Ausbau

Shell verfügt nach eigenen Angaben über eines der größten LNG-Stationsnetze in Deutschland. Die neue Anlage in Flörsheim sei ein weiterer Meilenstein für das wachsende Netz von Shell in Europa. In Österreich hat Shell im April 2023 die erste LNG-Station eröffnet, eine weitere ist bereits in Planung. Auch in anderen europäischen Ländern schreitet der Ausbau des Netzwerks voran, beispielsweise wurde in diesem Jahr die erste Shell LNG-Station in Ungarn eröffnet. In Frankreich, Belgien und Polen betreibt Shell aktuell jeweils sechs LNG-Stationen und weitere sind in Planung. Das LNG-Stationsnetz von Shell bildet die Grundlage für die Versorgung des Verkehrssektors mit Bio-LNG.

Shell baut Verflüssigungsanlage für Bio-LNG

Shell hat zudem in den Bau einer Gasverflüssigungsanlage im Shell Energy und Chemicals Park Rheinland investiert, die nach Inbetriebnahme Bio-LNG produzieren wird. Die Anlage ist ein weiterer Schritt für Shell auf dem Weg zum Netto-Null-CO2-Emissions-Energieunternehmen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs in Deutschland.

Sönke Kleymann: „Um die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs weiter voranzutreiben, möchten wir die gesamte Wertschöpfungskette für Bio-LNG abbilden. Vor diesem Hintergrund ist die Gasverflüssigungsanlage ein wichtiger Meilenstein. Parallel führen wir außerdem Planungsgespräche zum Bau von Biomethan-Anlagen in Deutschland.“