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Shell stattet erste Tankstellen mit Schnellladesäulen aus

An Tankstellen sind Lademöglichkeiten noch rar, Shell will nun die ersten 50 Hochleistungsladesäulen an eigenen Tankstellen errichten. Die Ladezeiten sollen nur wenige Minuten betragen.

Mit den Schnellladesäulen erweitert Shell sein bisheriges Angebot für batterieelektrisch fahrende Kunden und erstmals an eigenen Tankstellen Ladepunkte. | Foto: Shell
Mit den Schnellladesäulen erweitert Shell sein bisheriges Angebot für batterieelektrisch fahrende Kunden und erstmals an eigenen Tankstellen Ladepunkte. | Foto: Shell
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Julian Kral

Mineralölkonzern Shell folgt dem Trend der E-Mobilität und will noch in diesem Jahr bundesweit 50 Hochleistungsladesäulen mit insgesamt 100 Ladepunkten an seinen Tankstellen errichten. Damit will Shell eine Vorreiterposition einnehmen, bisher halten sich Tankstellen-Konzerne aufgrund der langen Ladezeiten zurück beim Bau der Stromsäulen. Hier plant Shell durch neue Schnellladetechnik mit Ladeleistungen von 150 kW und mehr die Ladezeiten auf wenige Minuten zu reduzieren. Partner des Projektes ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Um die Ladeleistung zu erreichen setzen die Säulen auf sogenannte High Power Charger (HPC) mit CCS-, CHAdeMO- und einem AC-Anschluss (Typ 2). Je nach Fahrzeugkonfiguration können dort laut Shell zwei E-Fahrzeuge gleichzeitig mit 150 kW Strom für 100 km in rund sechs bis acht Minuten laden. Wenn nur ein E-Fahrzeug bei 300 kW lädt, verringert sich die Ladedauer genügend Strom für die 100 km auf etwa drei bis vier Minuten, erklärt der Konzern.

Dazu Jan Toschka, Chef des Shell Tankstellengeschäftes in Deutschland, Österreich und der Schweiz: „Zukünftig werden Kunden ihr Elektroauto binnen weniger Minuten an Shell Stationen aufladen können, (...) wir schaffen so ein völlig neues Erlebnis für dieses Kundensegment und unterstützen damit auch den künftigen Ausbau der Elektromobilität. Die ersten 50 Stationen sind nur der Anfang.“

„Im Sinne einer nachhaltigen Mobilität garantieren wir zudem, dass an den Säulen zu 100 Prozent Ökostrom geladen wird“, ergänzt Marc Burgstahler, der bei der EnBW den Bereich Elektromobilität verantwortet.

Mit den Schnellladesäulen erweitert Shell sein bisheriges Angebot für batterieelektrisch fahrende Kunden. Im Jahr 2017 hatte Shell den niederländischen Ladesäulen-Anbieter NewMotion erworben und sich an IONITY beteiligt. Für Shell Card Kunden eröffnen sich durch die neuen Ladesäulen ebenfalls neue Möglichkeiten. Bislang konnte nur auf die Ladepunkte von NewMotion zugegriffen werden, das soll sich mit den Shell eigenen, beziehungsweise den in Partnerschaft mit der EnBW noch entstehenden Ladesäulen, dann ändern.

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