Sievert Handel Transporte: Ausbau der Kunststoffsparte

Der niedrige Ölpreis und die boomende Wirtschaft bescheren der Kunststoffindustrie volle Auftragsbücher. Der Logistik- und Handelsdienstleister reagiert mit Ausbau der Silo-Flotte und der Value Added Services.
Henk Batterink, Geschäftsführer der sht-Tochter NTM B.V., will Kunden aus der Kunststoffindustrie eine geschlossene Logistikkette bieten. (Foto: sht)
Henk Batterink, Geschäftsführer der sht-Tochter NTM B.V., will Kunden aus der Kunststoffindustrie eine geschlossene Logistikkette bieten. (Foto: sht)
Johannes Reichel

Um der wachsenden Nachfrage und dem Wunsch der Auftraggeber nach mehr Flexibilität gerecht zu werden, hat die Sievert Handel Transporte GmbH (SHT) zusätzliche Kippsiloauflieger angeschafft. Zudem plant der Logistikdienstleister mit Sitz im westfälischen Lengerich den Ausbau seiner Value Added Services für die Kunststoffbranche. Davon profitieren werde unter anderem Sabic-Europe mit Hauptsitz Sittard, einem der Marktführer in der Fertigung von Polyethylen, Polypropylen und anderen Hochleistungs-Thermoplasten. Das Unternehmen habe seinen Vertrag mit der Gruppe erst vor kurzem verlängert, teilte Sievert jetzt mit.

„Die Kombination aus hoher Auslastung der Fertigungsstraßen, immer komplexeren Warenströmen und schnellen Produktwechseln verlangt auch seitens der Logistik immer mehr Flexibilität“, erläuterte Henk Batterink, Geschäftsführer der niederländischen Sievert-Tochter NTM B.V. und innerhalb des Unternehmens zuständig für die Kunststofflogistik. Das habe dazu geführt, dass aktuell die Nachfrage nach entsprechenden Transport- und Logistikdienstleistungen die verfügbaren Kapazitäten übersteigt. Prokurist Bernd Focke bestätigt: „Inzwischen ist die Situation wie folgt: gestern ein Angebot abgegeben und schon heute den Auftrag erhalten“. Auf diese Entwicklung reagiert der Lengericher Logistikdienstleister nun mit der Anschaffung zusätzlicher, speziell für die Kunststoffindustrie geeigneter Siloauflieger sowie mit dem Ausbau seines Leistungsportfolios in diesem Bereich.

Um die Ware verarbeitungskonform beim Empfänger anliefern zu können, biete man schon jetzt das Umfüllen der Granulate von BigBags in Silofahrzeuge an. Die Beachtung sämtlicher Hygienerichtlinien, bei Transporten für die Kunststoffindustrie besonders streng, sei dabei selbstverständlich. So müssten die Siloauflieger gemäß der Good Manufacturing Practice (GMP) und des Saftey and Quality Assessment Systems (SQAS) absolut sauber und frei von Fremdkörpern sein. „Dass wir diesen Standard gewährleisten, belegen wir mittels der europäischen Reinigungs-Bestätigung (ECD) bei jedem Transport“, sagt Focke. Die erfolgreichen Zertifizierungen nach GMP und SQAS bescheinigten zudem sichere Abläufe und Strukturen in puncto Lagerung, Transport und Umschlag von Chemikalien.

Mit dem Ausbau seiner Kunststofflogistik verfolgt das Unternehmen aus Lengerich das Ziel, seinen Kunden eine geschlossene Logistikkette zu bieten, die vom Hersteller des Grundprodukts bis zum verarbeitenden Betrieb reicht. Darüber hinaus strebe man mit dieser Strategie ein signifikantes Wachstum in der Kunststoffsparte an.

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