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Silicon Valley: Hacken im Auftrag von Daimler

24 Stunden lang wurde beim mittlerweile fünften Hackathon im kalifornischen Silicon Valley getüftelt und programmiert. Es ging um die Digitalisierung der Mercedes-Benz Transporter.
Der 24-Stunden-Hackathon fand in der Mercedes-Benz-Vans Garage in Menlo Park im Silicon Valley statt. | Foto: Daimler
Der 24-Stunden-Hackathon fand in der Mercedes-Benz-Vans Garage in Menlo Park im Silicon Valley statt. | Foto: Daimler
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Tobias Schweikl

Nach Stuttgart, Beijing, auf der IAA in Hannover, Bangalore und jetzt im Silicon Valley hat das Team DigitalLife@Daimler mit dem fünften 24-Stunden-Hackathon der globalen DigitalLife-Campus-Reihe den ersten Veranstaltungszyklus erfolgreich abgeschlossen. Die Daimler AG lässt dabei verschiedene Teams mit ihren Ideen gegeneinander antreten. Es sollten smarte Transport- und Mobilitätskonzepte für Mercedes-Benz entwickelt werden.
Bereits auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 hatte der Konzern die strategische Initiative „adVANce“ für seine Transportersparte angekündigt. Man wolle vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter ganzheitlicher, kundenorientierter Lösungen werden, so die Stuttgarter.
Das Team Future-Transportation-Systems des Konzerns arbeitet bereits seit Anfang des Jahres im Silicon Valley an Logistikkonzepten rund um die intelligente Verknüpfung von Transportern, Waren und Personen mit dem Internet-of-Things (IoT) und Cloud Data. In der „Garage“ des Teams in Menlo Park wurde auch der Hackathon durchgeführt. Nach 24 Stunden fand der finale Ideenpitch im Headquarter von Mercedes Benz Research & Development North America in Sunnyvale statt. Vor einer interdisziplinären Jury von Mercedes Benz und Daimler Experten mussten die Teams in vier Minuten ihre Vorschläge präsentieren. Bewertet wurden unter anderem der Innovationsgrad und das Businesspotential ihrer Ideen sowie die Nutzung von IoT- und Cloud-Technologien und die Funktionalität des Prototyps.

Die Gewinner


Das Gewinnerteam „MBarc“ entwickelte eine App, die dem Fahrer eine Bewertung von Fahrzeugschäden ermöglicht. Der Fahrer macht mit seinem Smartphone eine 360-Grad-Aufnahme seines Transporters. Die App greift anschließend auf datenbasierte Referenzmodelle zurück, vergleicht sie mit dem Fahrzeug und erkennt mögliche Schäden. Diese werden analysiert und die Notwendigkeit einer Reparatur bewertet.
Die Zweitplatzierten „FleetWise“ gewannen mit der Idee eines intelligenten Flotten-Routing für Elektrofahrzeuge. Mit Hilfe eines lernenden Systems wird die Nutzung der Fahrzeugbatterie anhand von aktuellen Verkehrssituationen, der Fahrweise des Fahrers, dem Gewicht und der Größe des Fahrzeugs festgelegt und eine entsprechend energiesparende Route vorgeschlagen oder der Weg zur nächsten Lademöglichkeit angezeigt.
Den dritten Platz belegte das Team „VANage“, das IoT- und Cloud-basierte Sensoren, Routeninformationen und Fahrerprofile nutzt, um Wartungsintervalle exakt vorherzusagen und so die Fahrersicherheit zu erhöhen sowie die Fahrzeugeinsatzzeiten effizient zu planen.
Auf der Suche nach neuen Ideen und Geschäftsmodellen hat Mercedes-Benz Vans eine Startup-Challenge ins Leben gerufen. Noch bis Mitte Januar 2017 haben clevere Ideen die Chance auf finanzielle Förderung und Unterstützung.
Weitere Informationen zur Startup-Challenge gibt es hier.

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