Steigende Transportkosten belasten Verpackungsbranche

Die Hersteller von geblasenen Kunststoffhohlkörpern machen darauf aufmerksam, dass die Branche neben der bekannten Verteuerung von Kunststoffrohstoffen auch unter steigenden Transportkosten leidet.
Redaktion (allg.)
Besonders die Hersteller großvolumiger, leichter Kunststoffverpackungen reagieren empfindlich auf die Kostensteigerungen. Jährlich werden mehr als 190 Millionen solcher Großhohlkörper aus Kunststoff in Deutschland produziert. Derzeit sehen sich die Mitglieder der Fachgruppen Fässer/Kanister und Kunststoff-IBC in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. mit zusätzlichen Steigerungen von Transportkosten aufgrund neuer Regelungen im Fahrpersonalrecht konfrontiert. Nach einer Umfrage unter den Herstellern von Industrieverpackungen aus Kunststoff tragen auch Dieselpreissteigerungen ihren Teil dazu bei. Wirtschaftsweit erhöhen die neuen Regelungen zum Fahrpersonal die Transportkosten um 9,4 Prozent. Das geht aus einer Studie der Fraunhofer Gesellschaft hervor. Der Hintergrund: Am 11. April 2007 sind die in der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 neu geregelten Lenk- und Ruhezeiten in Kraft getreten. Die Wochenarbeitszeit für Kraftfahrer ist gesunken. Die maximal erlaubte wöchentliche Lenkzeit wurde auf 56 Stunden begrenzt. Ab 1.1.2008 sind zudem tagesbezogene Tachoscheiben vorgeschrieben. Daraus ergeben sich aus Verbandssicht für die Spediteure Konsequenzen bei Wartung, Vor- und Nachbereitungszeiten sowie Zeiten an Be- und Entladestellen, die die Kosten in die Höhe treiben.