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Stellantis plant Einstieg bei Symbio und will Fuel Cell forcieren

Konzern prüft eine Beteiligung am Joint Venture von Faurecia und Michelin Symbio, das auch das System im leichten Hydrogen-Van von Opel/Citroen/Peugeot stellt. Man glaubt weiter an die Technologie im Nutzfahrzeugbereich und prüft schwerere Anwendungen. Bis zu 100.000 Systeme bis 2028, 1.000 neue Arbeitsplätze geplant.

Wasserstoff Marsch! Stellantis glaubt weiter an den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie in Transportern und will in den Spezialisten Symbio investieren, der schon das System für den 3-Tonnen-Hydrogen-Van liefert. | Foto: Stellantis
Wasserstoff Marsch! Stellantis glaubt weiter an den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie in Transportern und will in den Spezialisten Symbio investieren, der schon das System für den 3-Tonnen-Hydrogen-Van liefert. | Foto: Stellantis
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Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Automobilzulieferer Faurecia aus der FORVIA-Gruppe, der Reifenhersteller Michelin und der Automobilkonzern Stellantis haben den Start für exklusive Verhandlungen über den Erwerb einer substanziellen Beteiligung von Stellantis an deren Brennstoffzellen-Joint-Venture Symbio bekanntgegeben. Symbio sei ein wichtiger Akteur im Bereich der emissionsfreien Wasserstoff-Mobilität. Der Konzern plant, neben den bestehenden Anteilseignern Faurecia und Michelin ein weiterer bedeutender Gesellschafter von Symbio zu werden.

„Die technologische Roadmap von Symbio passt perfekt zu den Plänen von Stellantis für die Wasserstoff-Markteinführung in Europa und den USA. Dieser Schritt wird die Geschwindigkeit der Entwicklung erhöhen, um unseren Kundinnen und Kunden emissionsarme Produkte anzubieten, die über herkömmliche Elektrofahrzeuge hinausgehen", erklärte Stellantis CEO Carlos Tavares.

Er sieht den Konzern als Pionier und Vorreiter im Bereich der Wasserstoff-Mobilität und verweist auf die Einführung des mittelgroßen Brennstoffzellen-Transporters Ende 2021. Die Beteiligung würde sich in den Strategieplan Dare Forward 2030 fügen, zu dem die Ausweitung des Wasserstoff-Angebots auf größere Nutzfahrzeuge bereits 2024 in Europa und 2025 in den USA gehört. Gleichzeitig prüfe man weitere Möglichkeiten für schwere Nutzfahrzeuge.

„Mit dem geplanten Erwerb einer Beteiligung an Symbio unterstützt Stellantis den Ansatz von Michelin und Faurecia, ein weltweit führendes Unternehmen für emissionsfreie Mobilität zu schaffen. Die neue Struktur wird das Wachstum von Symbio beschleunigen und globalisieren – zum Nutzen unserer Kundinnen und Kunden", erklärte Patrick Koller, CEO von Faurecia.

Industrialisierung der Technologie vorantreiben

Florent Menegaux, CEO von Michelin, fügte hinzu, man sei überzeugt, dass die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie einen wirksamen Beitrag zur Dekarbonisierung der Mobilität und sogar darüber hinaus leisten werde. Aus diesem Grund leiste der Reifen- und Technologiekonzern seit mehr als 20 Jahren Pionierarbeit. Der Einstieg von Stellantis bei Symbio würde diese Überzeugung bekräftigen und die enorme industrielle Dynamik, die mit Faurecia aufgebaut haben, weiter beschleunigen, ist Mengeaux überzeugt.

Im Oktober 2022 kündigte Symbio das „HyMotive“-Projekt an, um seine Industrialisierung und disruptive Innovation voranzutreiben. Damit werde die Gesamtproduktionskapazität in Frankreich bis 2028 auf 100.000 Systeme pro Jahr erhöht und es werden 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Die Transaktion unterstützt die Entwicklung von Symbio, da das Unternehmen von der führenden Position von Stellantis auf dem europäischen und amerikanischen Automobilmarkt profitieren wird. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2023 erwartet und unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigungen.

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