Straßentransport zu billig

Einer Studie des Priener Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) zufolge steigen die Kosten im europäischen Straßengüterverkehr stärker als die Frachtraten. Eine Anpassung der Transportentgelte sei zwingend notwendig.
Redaktion (allg.)
Allein die Kostentreiber Personal, Kraftstoffkosten und Straßenbenutzungsgebühren haben demnach in den letzten fünf Jahren die Preise um 25,59 % in die Höhe getrieben. Insgesamt stiegen sie sogar um 29,29 %. Die festgestellte durchschnittliche Preiserhöhung auf „Rennstrecken“ lag dagegen nur bei 5 % und bei sonstigen Strecken im Schnitt bei 15 %. Grund hierfür sei der starke europäische Wettbewerb und Wettbewerbsverzerrungen durch ungleiche staatliche Rahmenbedingungen in Europa. Künftig werde die neue Arbeitszeitverordnung die Kosten für die Transportunternehmen weiter erhöhen. Durch die bessere Kontrollmöglichkeit durch den elektronischen Tachographen werde dieser Effekt noch verstärkt. Die Transportunternehmer, Auftraggeber der Studie, versprechen sich aus den Ergebnissen neue Argumente für die Preisverhandlungen mit ihren Auftraggebern. Auch Laderaumknappheit, Lieferzeiten von Nutzfahrzeugen bis zu einem Jahr und das konjunkturelle Wachstum verschaffen ihnen laut Studie eine ideale Verhandlungsposition. Zudem empfiehlt die Studie, die Schnittstellen zwischen Transportunternehmern und Verladern zu verbessern, z.B. durch optimierte Zeitfenster für Be- und Entladung oder einen optimierten Informationsflusses.
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