Supply Chain Management Award 2015: Die Finalisten stehen fest

Die Shortlist für den Supply Chain Management Award 2015 steht fest. Die Unternehmen, die am 25. Juni in Frankfurt am Main ins Rennen um die begehrte SCM-Auszeichnung gehen, sind: Continental Automotive, Nokia Networks, Rohde & Schwarz sowie Sky Deutschland.
Tobias Schweikl

Die vier Finalisten des Supply Chain Management Award 2015 sind Continental Automotive, Nokia Networks, Rohde & Schwarz sowie Sky Deutschland. Sie wurden anhand der Kriterien Strategie, Prozessreife, Organisation, Performance Management und Kollaboration ausgewählt. Es wurden aber auch die Dimensionen Veränderungsmanagement und nachgewiesene Ergebnisse sowie neue Supply-Chain-Fähigkeiten wie Nachhaltigkeit, "Design for SC" und SC Digitization/Industrie 4.0 berücksichtigt.
Die Finalisten präsentieren ihre Konzepte vor Jury und Fachpublikum am 25. Juni auf der EXCHAiNGE-Konferenz in Frankfurt am Main "Die Qualität der diesjährigen Finalisten ist auf dem vermutlich höchsten Niveau, das ich in den zehn Jahren des Supply Chain Management Awards bisher gesehen habe", merkt Harald Geimer, Partner bei PwC Management Consulting und Experte für Supply Chain Management, an. "Das Bewerberfeld war groß und vielfältig. Alle Finalisten haben innovative und in der Praxis sehr erfolgreiche Lösungen eingereicht. Die Entscheidung wird der Jury und dem Fachpublikum nicht leicht fallen. Wir freuen uns auf ein spannendes Finale des Supply Chain Management Awards 2015 und auf eine tolle Preisverleihung am Abend des 25. Juni", ergänzt Dr. Petra Seebauer, Herausgeberin des Fachmagazins Logistik Heute.
Ein Novum in diesem Jahr: Zum ersten Mal wird der Award-Gewinner live gewählt. Alle Konferenzteilnehmer können ihre Bewertung nach den Präsentationen abgeben. Das Ergebnis fließt in die im Nachgang der Finalistenpräsentationen durchgeführte Jurysitzung ein. Die feierliche Preisverleihung findet anschließend im Rahmen der Abendveranstaltung am 25. Juni im Frankfurter House of Logistics and Mobility (HOLM) statt.
Die Finalisten im Detail:

Das Continental-Werk in Karben hat sich im weltweiten Continental-Werksverbund von einem hinteren Platz in Sachen Leistungsfähigkeit zu einem von zwei westeuropäischen Werken in der Top-Ten-Liste entwickelt. Der Fokus beim Supply Chain Management liegt dabei auf der Kostenführerschaft bei dauerhaft hohem Lieferservice, wie er in der Automobilindustrie erwartet wird. Um dieses Ziel zu erreichen, setzte der Standort auf die Reduktion von Komplexität, Beschleunigung, ein hohes Maß an Transparenz in den Abläufen und einfache Steuerungsmechanismen.

Bei Nokia Networks als weltweit größtem Anbieter von Hardware- und Softwareprodukten sowie Serviceleistungen für die Telekommunikationsbranche wurden die Supply-Chain-Strategie und das Supply Chain Management durch drei aufeinanderfolgende Schocks zu einer existenziellen Transformation gezwungen. Bei der daraus folgenden ganzheitlichen Supply-Chain-Lösung standen Wachstum und Agilität, Kostenmanagement, Flexibilität und Produktivität in der Produktion sowie Lieferfähigkeit an vorderster Stelle. Anhand von sieben Initiativen wurde ein nachhaltiger Turnaround erreicht und die Profitabilität bei deutlicher Leistungssteigerung signifikant erhöht.
Das unabhängige Familienunternehmen Rohde & Schwarz ist in den Arbeitsgebieten Messtechnik, Rundfunk- und Medientechnik, Sichere Kommunikation, Cyber-Sicherheit sowie Funküberwachungs- und -ortungstechnik weltweit tätig. Beworben hat sich der Elektronikkonzern mit seiner Vision "Die Tagesfabrik – heute bestellt, morgen geliefert". Durch die Implementierung und Verkettung von Wertströmen, begleitet durch einen Kultur-wandel hin zur lernenden Organisation, wurden Transparenz sowie Synchronität und damit die Basis für Industrie 4.0 geschaffen.
Der Medienkonzern und Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland ist mit seiner Bewerbung "Enabling the Turnaround" an den Start gegangen. Der einst defizitäre Privatfernsehanbieter hat nach einem Shareholderwechsel konsequent die Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette restrukturiert und mithilfe einer neuen Strategie und organisatorischen Neuaufstellung optimiert. Hierbei standen insbesondere die Kollaboration mit Netzwerkpartnern, das Performance Management und der kulturelle Wandel im Vordergrund. Die Neuausrichtung führte zu signifikanten Einsparungen im Einkauf sowie Verbesserungen im Lieferservice und im After-Sales-Bereich.

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