Tankkarten: Wenige Flottenmanager sind voll zufrieden

Die Frankfurter Marktforscher von Dataforce haben fast 30.000 Fuhrparkleiter über ihre Tankkarten befragt. Die Ergebnisse sind durchwachsen.
Das Marktforschungsinstitut Dataforce hat Fuhrparkleiter über ihre Tankkartennutzung befragt. | Bild: Dataforce
Das Marktforschungsinstitut Dataforce hat Fuhrparkleiter über ihre Tankkartennutzung befragt. | Bild: Dataforce
Tobias Schweikl

Das Marktforschungs- und Beratungsinstitut Dataforce hat für das Jahr 2016 eine ausführliche Datenanalyse im Segment Tankkarten durchgeführt. Dabei wurden 28.570 Fuhrparkleiter dazu interviewt, ob und wie viele Tankkarten sie einsetzen, welche Anbieter genutzt werden und welche Rolle Service und Zusatzleistungen spielen. Die Ergebnisse zeigen Bewegung auf dem Markt.
Besonders auffällig ist, dass offenbar relativ wenige Flotten mit ihrem Anbieter absolut zufrieden sind und gleichzeitig die Anzahl an Tankkarten reduzieren. Ein guter Service wird demnach immer wichtiger, um als Anbieter seinen Marktanteil zu behaupten.
Im Bereich der Tankkarten-Mehrfachnutzung sticht der Anbieter Tankpool als stark frequentierte Ergänzungskarte hervor: Während beispielsweise knapp jeder zweite Aral-Nutzer (46,9 Prozent) eine weitere Karte in der Geldbörse trägt, liegt die Quote bei Tankpool bei fast 60 Prozent. Mehr als jeder Fünfte mit Tankpool-Karte nutzt sogar noch eine dritte Karte, was insgesamt eher selten der Fall ist.
Im Vergleich zur letzten Tankkartenstudie vom März 2015 haben zwischenzeitlich knapp zehn Prozent der Unternehmen eine Karte weniger im Einsatz. Nur knapp die Hälfte der befragten Unternehmen ist absolut zufrieden mit dem jeweiligen Tankkartenanbieter, über zehn Prozent hingegen sind unzufrieden. Hauptärgernis ist der schlechte Service bzw. die schlechte Erreichbarkeit bei Servicefällen, gefolgt von fehlender persönlicher Betreuung.
Einige ausgewählte Ergebnisse im Detail:
• In der Stichprobe setzen 73 Prozent der Firmen Tankkarten ein. Dies ist ein Plus von 1,8 Prozentpunkten gegenüber 2014. Größere Flotten nutzen dabei häufiger Tankkarten.
• Aral (24,3 Prozent) und euroShell (23,4 Prozent) sichern sich auch 2016 die Spitzenplätze unter den Tankkarten-Anbietern, wobei sie ihre Durchdringungswerte im Vergleich zu 2014 nochmals steigern konnten (Aral: +1,9 Prozentpunkte; euroShell: +1,3 Prozentpunkte).
• DKV verbessert ihren Wert um drei Prozentpunkte von 16,7 auf 19,7 Prozent und festigt damit den dritten Platz. Besonders erfolgreich war man bei mittelgroßen Flotten mit zehn bis 49 Fahrzeugen; hier gewann DKV 2016 den zweiten Platz mit knappem Vorsprung vor euroShell, aber hinter Aral.
• Esso verbessert sich im Gesamtranking um eine Position auf Rang 5 (plus 0,6 Prozentpunkte) bedingt durch eine deutliche Steigerung in dem Segment fünf bis neun Fahrzeuge (plus 2,3 Prozent), muss aber in den großen Fuhrparkflotten – gerade im Segment 50 bis 99 Fahrzeuge – Verluste hinnehmen.

Printer Friendly, PDF & Email