Technik von morgen: Fraunhofer-Forscher zeigen LogiMAT-Exponate im Video

Mausklick statt Messebesuch – beim Fraunhofer IML kann man sich die Exponate der abgesagten LogiMAT im Online-Video ansehen.

Das Exoskelett soll Mitarbeiter bei körperlich belastenden Tätigkeiten unterstützen. | Bild: Fraunhofer IML
Das Exoskelett soll Mitarbeiter bei körperlich belastenden Tätigkeiten unterstützen. | Bild: Fraunhofer IML
Tobias Schweikl

Das Fraunhofer IML stellt seine diesjährigen LogiMAT-Exponate im Video vor. Im Fokus stehen dabei Technologien für die Silicon Economy und für die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine – von KI-getriebenen Innovationen für die Logistik von morgen bis zum smarten Kommissionier-Assistenten.

Alle Technologien im Video finden sich hier.

Zu den gplanten Exponaten zählte laut dem Fraunhofer IML unter anderem eine NB-IoT-Kamera, die die Forscher in eine Rattenfalle, einen Glascontainer und einen Briefkasten eingebaut haben. Sie nutzt das 5G-kompatible Funknetz NarrowBand-IoT und ist eine Weiterentwicklung des NB-IoT-Füllstandsensors. Dieser registriert die Füllstände der Behälter und ermöglicht so, dass nur volle Behälter abgeholt werden.

Prädestiniert für einen Einsatz in der Silicon Economy ist nach Angaben der Logistikforscher auch der „LoadRunner“: Das autonome Transportfahrzeug verzahnt Warenströme, Informationen und Finanztransaktionen und erreicht dabei eine Geschwindigkeit von bis zu zehn Meter pro Sekunde. Dank künstlicher Intelligenz kann der LoadRunner selbstständig Aufträge annehmen, verhandeln und sich im Schwarm organisieren.

Am Stand hätte das Fahrzeug demonstrieren sollen, wie eine Paketsortierung in Zukunft ablaufen könnte. Dabei hätten Besucher selbst mitzumachen und ein Exoskelett anprobieren können, um den LoadRunner zu be- und entladen. Mit dem Exoskelett erproben die Wissenschaftler, wie Mitarbeiter bei körperlich anstrengenden Aufgaben wie Palettieren und Kommissionieren entlastet werden können.

Auch „iPackAssist“, der Prototyp eines neuen Verpackungsarbeitsplatzes hätte gezeigt werden sollen. Bislang mussten Kommissionierer meist eigenständig entscheiden, welcher Karton zu welcher Sendung passt und wie die Artikel darin aufgeteilt werden sollen. Um diesen Prozess zu unterstützen, hat das Fraunhofer IML Anwendungen entwickelt, die passende Pakete auswählen, Verpackungsanweisungen berechnen und diese visualisieren.

Darüber hinaus hat das Institut zwei weitere Kommissionierhilfen entwickelt: ein Display, das automatisch an einem Regal entlangfährt und Mitarbeitern zeigt, aus welchen Fächern welche Artikel zu entnehmen sind und eine Datenbrille, die an stationären Ware-zur-Person-Arbeitsplätzen Pickprozesse optimieren soll. 

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