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Tern: Neue Generation des GSD als Letzte-Meile-Transporter

Das einspurige E-Lastenrad wandert weiter geschickt zwischen privatem Autoersatz und gewerblicher Nutzung als Van-Alternative. In der Rohloff-Topversion kostet es aber auch so viel wie ein Kleinwagen.

Ersetzt oder passt in ein Auto: Das Tern GSD in zweiter Generation will noch stärker als alternatives Universalgefährt punkten. | Foto: Tern
Ersetzt oder passt in ein Auto: Das Tern GSD in zweiter Generation will noch stärker als alternatives Universalgefährt punkten. | Foto: Tern
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Taiwanesische Urban Mobility Spezialist Tern hat die neue Generation seines einspurigen E-Cargobikes GSD vorgestellt. Das soll mit einem noch steiferen Rahmen und diversen neuen Features wie der jüngsten Antriebsgeneration des Bosch Cargoline Motors punkten, bleibt aber weiter sehr kompakt und setzt ebenfalls weiterhin auf kleine 20-Zoll-Bereifung wie bei einem Faltrad, dem angestammten Terrain der Marke. Erstmals vorgestellt worden war das GSD 2017, nun habe man zahlreiche Erfahrungen gesammelt und viele Details verbessert, meint der Gründer und Chef Joshua Hon, der sich bei Tern Team-Captain nennt. Das Gesamtgewicht des einspurigen E-Bikes liegt weiterhin bei 200 Kilogramm, es lässt sich für Größen zwischen 150 und 195 leicht anpassen und bei Bedarf per Faltlenker und Satteleinschub auf ein Drittel seines Volmens zusammenfalten, sodass es in einem Koffer- oder Laderaum Platz findet, wie der Hersteller wirbt.

Der neue Rahmen mit größer dimensionieren, innen verstärkten Rohren soll mehr Steifigkeit aufweisen, die Trittbretter sind jetzt rahmenfest verankert, die Sitzposition für Große und kleine Personen angenehmer. Ein robuster Ständer, der per Lock am Lenker entriegelbar ist, soll das Bike auch beladen stabil stehen lassen. Speziell gestaltet wurde die Federgabel, die Topversion verfügt über eine gefederte Sattelstütze.

85 Nm sorgen für üppige Tretunterstützung

Für neuen Antrieb sorgen in allen Modelle der Bosch Cargo Line (Gen 4)-Motor, der speziell für schwere Lasten und bergige Straßen ausgelegt sein soll. Die E-Unterstützung ist mit bis zu 85 Nm Drehmoment sowie einem Unterstützungsgrad bis 400 Prozent üppig. Zudem verweist man auf die Garantie- und Serviceleistungen von Bosch. Wahlweise gibt es einen zweiten 500 wH-Lithium-Ionen-Akku, der ebenfalls platzsparend am Rahmen untergebracht wird. Für Verzögerung sorgen Magura-Vierkolben-Scheibenbremsen. Ab Werk gibt es ein RearStop-Bremslichtsystem, das unabhängig davon arbeitet, ob die Fahrradbeleuchtung aktiviert ist. Im Topmodell projiziert ein neuer Ignis-Scheinwerfer einen breiten 700-Lumen-Lichtstrahl auf die Fahrbahn, ergänzt um einstellbares Fern- und Abblendlicht.

Standard ist in allen Versionen ein vollwertiger Kettenschutz sowie einer Verkleidung fürs Hinterrad. Zur Steigerung der Transportfähigkeiten lassen sich am Gepäckträger unterschiedliche Kupplungssysteme für Kinder-, Hunde- oder Lastanhänger fest verschrauben. An der Federgabel sorgt ein leicht zugängliches Abus-Schloss für den nötigen Diebstahlschutz.

Riemenantrieb und High-End-Modell mit Rohloff-Nabe

Bei den Modellen GSD S00 mit Eniovo-Nabenschaltung und R14 mit Rohloff-Getriebe erfolgt die Kraftübertragung ans Hinterrad mittels Gates CDX-Riemenantrieb, für leise und wartungsarme Funktionsweise bekannt. In der Basisversion übernimmt eine Shimano-Deore-Gruppe die Schaltarbeit. Für professionelle Anwendungen oder High-End-Fans ist das GSD R14 mit einer Rohloff Speedhub und der elektronischen E-14-Schaltung erwägenswert. Die in Deutschland handgefertigte Nabe bietet 14 fein abgestufte Gänge, eine enorme Übersetzungsspanne von 526 Prozent, eine Auto Downshift-Funktion, die bei Stopps automatisch in einen vorgewählt leichten Gang sortiert sowie geschmeidige Schaltvorgänge.

Neues Zubehör erweitert das Spektrum

Das GSD verfügte schon bis dato über ein unglaubliches Ökosystem von Accessoires, mit deren Hilfe sich das E-Bike an die unterschiedlichsten Gepäck- und Passagier- Transportaufgaben anpassen lässt. Aber künftig sorgt weiteres neues Zubehör für noch mehr Funktionalität und Variabilität. So bietet der neue Gepäckträgeraufsatz namens Clubhouse+ genügend Platz für einen Kindersitz hinten und ein größeres Kind davor. Im Captain's Chair können ältere Kinder oder gar erwachsene Passagiere noch entspannter mitfahren. Die neuen Cargo Hold 52 Panniers fassen gewaltige 104 Liter an Equipment oder Einkäufen.

Die neue GSD-Baureihe umfasst drei Modelle: Das GSD S10 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von € 4699,-. Dem GSD S00 für € 5499,- sowie dem Topmodell GSD R14, das künftig für € 8299,- erhältlich ist. Die ersten Serienbikes sollen bereits im 4. Quartal 2020 im Fachhandel verfügbar sein.

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