Tourenplanung: Jetzt wirklich wissen, wann der Lkw kommt

Der Telematikspezialist Trimble will mit „TruETA“ die voraussichtliche Ankunftszeit eines Lkw genauer vorhersagen, als bisher.

Bei TrueETA fließen in die Berechnung auch auch Daten wie die Lenk- und Ruhezeiten ein. | Bild: Trimble
Bei TrueETA fließen in die Berechnung auch auch Daten wie die Lenk- und Ruhezeiten ein. | Bild: Trimble
Tobias Schweikl

Die geschätzte Ankunftszeit (Estimated time of arrival, ETA) ist als Planungsinstrument für Transport- und Logistikunternehmen von zentraler Bedeutung. Mit historischen und aktuellen Verkehrsdaten war die Prgnose bislang schon recht verlässlich – mit einem Tool namens „TruETA“ will der Telematik-Spezialist Trimble Transport & Logistics die Vorhersage jetzt noch präziser gestalten.

In die Berechnung sollen dazu künftig weitere Parameter einfließen. Als Beispiele nennt das Unternehmen die in der Vergangenheit für bestimmte Tätigkeiten benötigten durchschnittlichen Be- und Entladezeiten oder die verbliebene Rest-Lenkzeit. Die Werte seinen unabhängig davon, ob der Fahrer für seine Tour die Navigation benutzt, oder nicht. Kommt es zu Verzögerungen, würden alle Aktivitäten, die an diesem Tag noch geplant waren, automatisch neu berechnet.

„Entscheidend für die Genauigkeit der voraussichtlichen Ankunftszeit ist die Datenbasis. Bei TruETA ist diese so umfangreich wie nie zuvor", so Peter Huysmans, General Manager Trimble Transport & Logistics Europe.

Ermöglicht würde das durch eine nahtlose Integration in das Routenmanagement-System von „Trimble MAPS“. Anhand der Geo-Position des aktuellen Standorts und des Zielorts wird zum einen die Route berechnet. Für die Ermittlung der voraussichtlichen Ankunftszeit finden zum anderen alle relevanten Fahrzeuginformationen Berücksichtigung wie die Höhe und das Gewicht sowie mögliche Einschränkungen wie Straßensperrungen für Schwerlasttransporte oder Umweltvorgaben.

Eine weitere wichtige Neuerung besteht in der Einbeziehung der Lenk- und Ruhezeiten. Europaweit müssen die gesetzlichen Vorgaben bezüglich maximaler Lenkzeiten, obligatorischer Pausen sowie täglicher und wöchentlicher Ruhezeiten eingehalten werden.

„Auch die Lenk- und Ruhezeiten können sich auf den Zeitplan auswirken. Selbst wenn ein Fahrer nur noch 50 Kilometer von seinem Zielort entfernt ist, kann es sein, dass er zum Beispiel wegen einem vorausgegangenen Stau zunächst eine Pause einlegen muss und sich aus diesem Grund die Ankunft verzögert“, so Huysmans.

Während der gesamten Fahrt werden Echtzeitdaten abgerufen und mit dem Fahrzeug synchronisiert. Sollte es zu unerwarteten Verzögerungen kommen, wird die Route automatisch anpasst und die ETA aktualisiert. Der Disponent kann optional über einen Alarm und eine Benachrichtigung informiert werden.

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