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Toyota: „Proace Compact" als Liefer-Alternative zum Caddy Maxi

Toyota hat seinen Transporter Proace als Pendant zu Peugeot Expert/Citroen Jumpy präsentiert. Mit günstigerem Preis und drei Jahre Garantie will der Hersteller punkten, als "Compact" den "besseren Caddy Maxi" für die City-Belieferung bieten.
Als Raumwunder preist Toyota seine neue Modellreihe Proace, vor allem in der "Compact"-Version. Die soll den Langversionen von Caddy, Kangoo und Doblo Konkurrenz machen. | Foto: Toyota
Als Raumwunder preist Toyota seine neue Modellreihe Proace, vor allem in der "Compact"-Version. Die soll den Langversionen von Caddy, Kangoo und Doblo Konkurrenz machen. | Foto: Toyota
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Tobias Schweikl

Voller Respekt sprach PSA-Chef Carlos Tavares bei der Vorstellung des neuen Kompakttransporters im nordfranzösischen Werk vom Anteil des Drittem im Bunde, Toyota. Man habe hier sehr stark von den Erfahrungen der Japaner profitiert, im Hinblick auf Fertigungsprozesse ebenso wie bei der Langzeitqualität – Kai Zen in Valenciennes sozusagen. Die Japaner waren damit offenbar alles andere als das „fünfte Rad am Wagen“ und brachten ihr Knowhow bis hin zur Wahl der richtigen Werkzeuge und Produktionsmaschinen und -methoden ein. Gegenüber den baugleichen Pendants will der Proace mit günstigerem Basispreis ab 20.900 Euro statt 22.900 bei Peugeot sowie mit einer Dreijahres-Garantie punkten.

Es gibt den neuen Toyota Proace in drei Karosserielängen, zwei Radständen und mit verschiedenen Ausstattungsoptionen. Im Segment der leichten Nutzfahrzeuge deckt er damit Kastenwagen, Doppelkabine, Combi mit bis zu neun Sitzen sowie Fahrgestell ab.

Beim Stadt-Modell „Proace Compact“ preist Toyota vornehmlich dessen Wendigkeit an. Mit 4,60 Metern Länge und 2,90 Metern Radstand ist es das kürzeste Fahrzeug der Baureihe. Der Stadt-Transporter versteht es, die Vorteile eines Kleintransporters wie parkfreundliche Außenlänge und Wendekreis von nur 11,3 Metern mit den praktischen Fähigkeiten eines mittelgroßen Transporters mit 1.000 kg Zuladung zu kombinieren, so der Hersteller. Dank der Fahrzeugbreite von 1,92 Metern finden in der Fahrerkabine drei Insassen bequem nebeneinander Platz. Der Laderaum bietet mit 2,10 Metern Länge und 1,60 Metern Breite ein Ladevolumen von 4,6 Kubikmetern.

Noch mehr Laderaum ergibt sich in Verbindung mit dem neuen Smart Cargo System: Das Durchladesystem in der Trennwand zwischen Fahrerkabine und Laderaum erhöht in Verbindung mit hochklappbarer Beifahrersitzbank die Ladelänge auf bis zu 3,30 Meter und das Ladevolumen auf 5,1 Kubikmeter. Das Smart Cargo System, das für alle Fahrzeuglängen des Proace erhältlich ist, beinhaltet darüber hinaus ein zusätzliches Staufach unter dem mittleren Sitz sowie eine Bürolösung mit beweglicher Laptop-Auflage, Stiftesammler und Zettelbox.
Neben dem Proace compact bietet Toyota zwei weitere Fahrzeuglängen an: eine Medium-Version L1 und eine Langversion L2. Die L1-Variante weist 4,90 Meter Länge und 3,20 Meter Radstand auf. Die Laderaumlänge beläuft sich auf 2,50 Meter, das Ladevolumen auf 5,3 Kubikmeter. Durch Einsatz des Smart Cargo Systems ergibt sich ein Zuwachs auf 3,70 Meter Laderaumlänge und 5,8 Kubikmeter Ladevolumen.
Mehr Platz im Laderaum

Die Langversion kommt bei ebenfalls 3,20 Metern Radstand auf eine Fahrzeuglänge von 5,30 Meter. Die Laderaumlänge lässt sich durch das Smart Cargo System von 2,80 Meter auf 4,00 Meter erhöhen, das Ladevolumen von 6,1 auf 6,6 Kubikmeter.

Alle Versionen des neuen Proace sind 1,90 Meter breit und 1,90 Meter hoch. Die maximale Nutzlast liegt bei bis zu 1.400 Kilogramm, die Anhängelast bei bis zu 2.500 Kilogramm. Die Fahrzeuge verfügen über seitliche Schiebetüren und Doppeltüren am Heck, die bis 180 Grad beziehungsweise 250 Grad beim L2 aufschwingen. Alternativ zu den serienmäßig geschlossenen Heckflügeltüren stehen verglaste Varianten als Heckflügeltüren und Heckklappe, jeweils inklusive Heckwischer und Heckscheibenheizung, zur Verfügung. Die Öffnung der seitlichen Schiebetüren ist groß genug, um den Laderaum mit einer Europalette zu beladen.

Für den Vortrieb stehen fünf Dieselmotorisierungen zur Wahl. Die Vierzylinder mit 1,6 oder alternativ 2,0 Litern Hubraum decken eine Bandbreite von 70 kW/95 PS bis 132 kW/180 PS ab. In Verbindung mit dem Start-Stopp-System überzeugen die Selbstzünder mit einem niedrigen Kraftstoffverbrauch – alle liegen unter sechs Litern je 100 Kilometer. Der 1,6-Liter-Diesel mit 115 PS begnügt sich kombiniert mit 5,1 bis 5,2 Litern Kraftstoff je 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 133 bis 137 Gramm pro Kilometer entspricht. Standardmäßig erfolgt die Kraftübertragung über ein Sechsgang-Schaltgetriebe, der Top-Motor ist an eine Sechsstufen-Automatik gekoppelt. Der Einstiegsdiesel verfügt über ein Fünfgang-Schaltgetriebe.

Alle Dieselmotoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6 und sind zur Reduzierung des Stickoxid-Ausstoßes mit der Abgasreinigungstechnik SCR ausgestattet.

Einen ausführlichen Bericht zum neuen Toyota Proace und wie er sich im Vergleich zu VW Caddy einordnen lässt, lesen Sie in der nächsten Ausgabe von LOGISTRA. (jr)

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