Trans-o-flex elektrifiziert Dienstwagen-Fuhrpark

Der auf Arzneimittel spezialisierte Expresslogistiker will seine komplette Pkw-Flotte auf Elektroantrieb umstellen. In der Lkw-Flotte bleibt aber vorerst der Dieselantrieb dominant.

Entscheidung für mehr Nachhaltigkeit: CEO Wolfgang P. Albeck freut sich über die ersten zwei Elektro-Dienstfahrzeuge von trans-o-flex. Ab sofort wird die gesamte Dienstfahrzeugflotte schrittweise auf E-Fahrzeuge umgestellt. (Foto: Trans-o-Flex)
Entscheidung für mehr Nachhaltigkeit: CEO Wolfgang P. Albeck freut sich über die ersten zwei Elektro-Dienstfahrzeuge von trans-o-flex. Ab sofort wird die gesamte Dienstfahrzeugflotte schrittweise auf E-Fahrzeuge umgestellt. (Foto: Trans-o-Flex)
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Im Januar hat der Expressdienst trans-o-flex für seine Flotte von mehr als 200 Dienstfahrzeugen die ersten beiden Autos mit Elektroantrieb in Betrieb genommen. Wie CEO Wolfgang P. Albeck der Presse gegenüber verlauten lässt, sollen weitere folgen:

„Wir haben uns entschieden, die komplette Dienstwagenflotte auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb umzustellen. Für uns ist das ein weiterer Schritt hin zu unserem Ziel, spätestens 2045 im gesamten Unternehmen CO2-neutral zu arbeiten.“

Allerdings sieht sich der auf Arzneimitteltransporte spezialisierte Expressdienst im Lkw-Bereich gezwungen, im Wesentlichen weiter an modernen Dieselantrieben festzuhalten. Wie Albeck erklärt, haben das verschiedene Tests elektrisch angetriebener Zustellfahrzeuge gezeigt:

„Denn als Spezialist für Transporte von sensiblen Gütern, vor allem Arzneimitteln, werden unsere Anforderungen an Reichweite, Nutzlast und Kühlfähigkeit derzeit von E-Fahrzeugen noch nicht erfüllt. Wir testen immer wieder neue Modelle, aber bisher können wir diese maximal für ausgewählte, spezielle Touren einsetzen, ohne unser Leistungsversprechen zu gefährden.“

Die neue Dienstwagenregelung bei trans-o-flex sieht vor, dass ab sofort alle Mitarbeiter, die ein neues Fahrzeug erhalten, eines von drei Modellen mit reinem E-Antrieb oder mit Hybridantrieb auswählen. Die Fahrzeuge sind nicht nur leiser, sondern ihre CO2-Emissionen sind erheblich niedriger als die der bisherigen Dieselantriebe. Laut Herstellerangaben betragen die CO2-Emissionen der drei Fahrzeugtypen, aus denen die Dienstwagenflotte künftig bestehen soll, beim Skoda Enyaq 60 iV (rein elektrisch) 0 g/km (Autobahn und Stadtverkehr kombiniert). Bei den Plug-in-Hybriden Skoda Superb 1,4 tsi sowie beim Skoda Octavia 1,4 tsi sind es 30 g/km.

Nachhaltigkeitsmanager fahren die ersten beiden E-Fahrzeuge

Die beiden ersten elektrischen Dienstfahrzeuge werden von zwei neuen Nachhaltigkeitsmanagern von trans-o-flex gefahren. Ziel dieser im vierten Quartal 2021 geschaffenen Stellen sei, das teilt das Unternehmen mit, vor allem die Weiterentwicklung und Planung der Nachhaltigkeitsstrategie von trans-o-flex sowie die Umsetzung der Pläne in konkrete Managementprozesse. Zusammen mit einem Team aus Spezialisten gehören zu ihren Aufgaben auch die Fortentwicklung geeigneter Kennzahlen sowie Kontakte zu Umweltschutzorganisationen, Energie- und Abfallwirtschaftsverbänden, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Bereich Nachhaltigkeit.

„Im Sinne eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitskonzeptes wollen wir nach innen wie nach außen wirken, auf Mitarbeiter wie auf Kunden und Partner“, ergänzt CEO Albeck.

„Deshalb werden unsere Nachhaltigkeitsmanager und ihr Team auch Konzepte entwickeln und umsetzen, um Umweltbewusstsein und soziales Engagement zu steigern, um unsere jährliche Emissionsbilanz zu verfeinern, sich um die kundenindividuellen CO2-Bilanzierungen kümmern und im regelmäßigen Austausch mit den Fachbereichen auch operativ gezielt weitere CO2-Emissionen senken.“

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