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transport logistic 2019: Rytle zeigt Bike mit Bott-Box und liefert mit UPS in Osnabrück

Lastenradhersteller diversifiziert sein Programm weiter und zeigt neben einer Palettenhublösung eine mobile Werkstatt-Wechsel-Box, die mit Bott entstand. Zugleich startet ein weiterer Feldversuch mit UPS in Osnabrück.

Für den Service vor Ort: Rytle zeigte eine Werkstattlösung des Containers mit Bott-Ausbauten. | Foto: J. Reichel
Für den Service vor Ort: Rytle zeigte eine Werkstattlösung des Containers mit Bott-Ausbauten. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Der E-Lastenradhersteller Rytle aus Bremen hat auf der transport logistik in München eine weitere Variante für sein zweispurigen E-Cargobike MovR präsentiert. In Zusammenarbeit mit dem Ausbauspezialisten Bott entstand eine mobile Werkstatt mit Serviceregaleinbauten, realisiert in einer mit bis zu 180 Kilogramm befrachtbaren Wechselbox. Bei dem Messeexponat war dabei ein Bike-Service umgesetzt worden, der neben ausziehbarer Werkbank und Schubfächern alle wesentlichen Ersatzteile für die Vor-Ort-Reparatur der Cargobikes beeinhaltete, unter anderem ein Ersatzrad. Bereits früher gezeigt worden war eine Variante, bei der sich Palettenware auf dem E-Cargo-Trike auch offen transportieren wie auch vor Ort absetzen lässt, sodass kein Hubwagen benötigt wird.

Darüber hinaus war auf der Messe auch erstmals ein Transporter von MAN zu sehen, mit dem sich die 10-Fuß-Mikrodepots, die bei Rytle teil des Logistik-Konzepts sind, transportieren lassen. Dabei handelt es sich um ein konventionell angetriebenes 5,5-Tonner-Fahrgestell mit 180-PS-TDI-Motor des TGE mit Spezialaufbau und Wechselbrückenrahmen, das im Außengelände beim Vermieter BFS präsentiert wurde. Bisher gab es im Bereich der Transporter lediglich den Leiterrahmen-Van Iveco Daily, der als Plattformfahrgestell die 10-Fuß-Boxen befördern konnte, hier allerdings mit dem Vorteil eines emissionsarmen CNG-Antriebs. 
 

Weiterer Feldversuch mit UPS: Osnabrück als "kleinere Großstadt"

Unterdessen vermeldete der Hersteller, dass man nun auch in Osnabrück mit UPS und den MovR-Lastenrädern in die City-Logistik durchstartet, vorerst als Feldversuch. Ein UPS-Transporter bringt dabei die Pakete zu einem temporären City-Hub an der OPG-Vitihof-Garage am Gerberhof. Dort werden die Pakete in die Box des „MovR“ umgeschlagen. „Zu Beginn des Feldversuchs noch per Hand“, erklärte UPS-Center-Manager Nektarios Kornilakis. Im weiteren Verlauf soll die Box aber bereits im UPS-Depot in Wallenhorst kommissioniert und dann am City-Hub getauscht werden. Anschließend rollen die Zusteller dann auf dem „MovR“ zur Belieferung auf die „Letzte Meile“. Dabei könne das maximale Gesamtgewicht des Cargo-Bikes mit voller Box bis zu 350 Kilogramm betragen. „Zur Unterstützung beim Anfahren ist in den Hinterradnaben daher ein E-Motor verbaut“, erläuterte RYTLE-Fachmann Alexander Preuschoff.

„Die Praxistests haben gezeigt, dass wir täglich mehrere dieselbetriebene Zustellfahrzeuge einsparen können“, betonte UPS-City-Logistik-Projektmanager Rainer Kiehl anlässlich des Starts.

Man wolle jetzt in kleinere Großstädte gehen. Er zeigte sich dankbar für die Unterstützung der Stadt und der OPG. Stadtbaurat Frank Otte wiederum begrüßte den auf eine Laufzeit von etwa sechs Wochen ausgelegten Feldversuch. „Dieser Baustein eines gesamtstädtischen Citylogistik-Konzeptes passt sehr gut zu unseren Überlegungen, nachhaltige Mobilitätskonzepte in und für Osnabrück zu entwickeln und zu fördern“, so Otte. Für die Umsetzung eines solchen gesamtstädtischen Citylogistik-Konzeptes sei ein Zusammenspiel der Akteure Handel und Gastronomie, Logistikbranche sowie Stadt unerlässlich.

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