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Transporter: Konnektivitätsdienste für neuen Sprinter verfügbar

Für seine digitalen Dienstleistungen unter der Dachmarke Mercedes-Benz Pro gibt der Hersteller jetzt den Startschuss und gewährt bis September kostenfreie Nutzung.
Volle Kontrolle: Daimler schaltet seine Konnektivitätsdienste für den neuen Sprinter online und will damit neue Umsatzfelder erschließen. | Foto: Daimler
Volle Kontrolle: Daimler schaltet seine Konnektivitätsdienste für den neuen Sprinter online und will damit neue Umsatzfelder erschließen. | Foto: Daimler
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Johannes Reichel

Die Daimler-Tochter Mercedes-Benz Vans hat seine angekündigten digitalen Dienste für den neuen Sprinter jetzt freigeschaltet und gewährt Interessenten bis September 2018 eine Nutzung ohne Berechnung von Gebühren. Danach werden die Dienste je nach Paket kostenpflichtig. Zum Marktstart stehen insgesamt acht sogenannter Mehrwertpakete mit 18 Diensten zur Verfügung. Ein ebenfalls kostenloser Produktberater unterstützt Geschäftskunden, die zu ihrem Fuhrpark und ihrem Geschäft passenden Optionen auszuwählen. Hierbei würden vor allem Parameter wie die Branche, Fuhrparkgröße, jährliche Kilometerleistung, oder die Dynamik der Routenplanung berücksichtigt, skizziert der Anbieter. Die technische Basis bildet das in allen Sprinter-Varianten verbaute Kommunikationsmodul (LTE), das die Schnittstelle zwischen Flottenmanager (webbasiertem Fahrzeugmanagement-Tool) und Fahrer (Mercedes-Benz Apps) darstellt. Damit seien die Dienste auch ohne teure Werkshardware oder Multimediasysteme nutzbar, wirbt der Anbieter.

Die Dienste umfassen etwa das vorausschauende Service- und Wartungsmanagement mit besserer Termin- und Kostentransparenz, ein Flottenmanagement mit Fahrzeustandort- und -status, eine schnellere und flexiblere Navigation mit Echtzeitverkehrsdaten und direktem POI-Versand. Zudem gehören eine Fahrstilanalyse, vereinfachte Flottenkommunikation etwa per Nachrichten- und Auftragsversand an die App, ein digitales Fahrtenbuch mit Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Touren, die mobile Fahrzeugbedienung mit Fernöffnung- und -prüfung zu den Optionen. Per Datenschnittstelle lasse sich der neue Sprinter aber auch in vorhandene Telematiklösungen integrieren, versichert der Anbieter abschließend.

Versprechen:Erschwinglich auch für kleine Flotten

"Flottenmanager können genau die Vernetzungsdienste auswählen, die ihren Alltag und den der Fahrer erleichtern. Auch kleinere und mittlere Flotten profitieren von Auswertungen und Analysen, die sich bislang nur Großflotten mit Insellösungen leisten konnten“, schildert Björn Sack, Leiter Connectivity und Digital Services Mercedes-Benz Vans die Vorteile. Zudem würden bereits verfügbare Dienste kontinuierlich aktualisiert und das Portfolio durch weitere Dienste ergänzt. "Die dafür notwendige Telematik ist tief in die Struktur des Fahrzeugs integriert“, erläutert Sack weiter.

Den Wunsch nach mehr Komfort in Verbindung mit einer intuitiven Bedienbarkeit will der neue Transporter mit dem sogenannten MBUX Multimediasystem inklusive 7- oder 10,25 Zoll–Touchscreen-Display erfüllen. Gesteuert wird es über Lenkrad-Bedienelemente, den Touchscreen oder die neu entwickelte Sprachbedienung, die erstmals im Segment präsentiert wird.

Unser Fazit:

Die Daimler-Tochter MB Vans baut vor: Im anbrechenden Zeitalter der Elektromobilität, auf die man in der anhaltenden Diesel-Krise umso mehr baut, braucht es natürlich neue Umsatzfelder für Werkstätten und den Vertrieb, die durch die geringere Wartungsintensität früher oder später sukzessive schrumpfen. Diese wiederum erschließen sich erst durch die Möglichkeiten der Digitalisierung, die die Transporter-Sparte konsequent nutzen will. Klar, im gewerblichen Bereich macht das auch besonders Sinn. Das ist alles durchaus legitim, solange die Dienste nicht zu teuer werden - und dem Kunden wirklichen Mehrwert bieten, sprich das Geschäft erleichtern oder effektivieren und damit Kosten sparen. Daimler hat trotzdem Recht: Angriff ist die beste Verteidigung.

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