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Transportpreise: Auf ungewöhnlich niedrigem Niveau

Transport Market Monitor von Transporeon und Capgemini zeigt ungewöhnlichen Rückgang und niedrigsten Stand seit Beginn der Auswertung. Gebot der Stunde seien Kostenoptimierungen und intelligente Frachtallokationen.

Auf ungewöhnlich niedrigem Stand: Ein Transportindex von Transporeon und Cap Gemini sieht die Preise ziemlich im Keller und empfiehlt intelligente Frachtallokationen. | Foto: Volvo Trucks
Auf ungewöhnlich niedrigem Stand: Ein Transportindex von Transporeon und Cap Gemini sieht die Preise ziemlich im Keller und empfiehlt intelligente Frachtallokationen. | Foto: Volvo Trucks
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Johannes Reichel

Die jüngste Ausgabe des Transport Market Monitors, herausgegeben von Transporeon und Capgemini Consulting, hat im dritten Quartal des Jahres 2016 einen Rückgang der Transportpreise um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gezeigt. Damit seien die Preise auf den niedrigsten Stand in einem dritten Jahresquartal seit Beginn der Auswertung gefallen, teilten die Dienstleister mit. Der Transportpreisindex sei im dritten Quartal auf 95,1 Punkte zurückgegangen. Verglichen mit dem Vorjahresquartal, dem dritten Quartal des Jahres 2015, sank der Transportpreisindex um 5,5 Prozent. Der Kapazitätsindex sank im dritten Quartal des Jahres 2016 auf 84,9 Punkte (-3,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresquartal habe er dennoch jeder der drei Monate einen Anstieg des Kapazitätsindex verzeichet. Zudem stieg der Dieselpreisindex im zweiten Quartal in Folge an; und zwar auf 69,9 Punkte. Damit liege er zwei Prozent über dem Niveau des zweiten Quartals in diesem Jahr, so die Anbieter.

 

„Die Ergebnisse der Analysen sind überraschend: die Transportpreise haben einen einmalig niedrigen Stand erreicht“, kommentierte Ralph Schneider-Maul, Leiter des Bereichs Supply Chain Management bei Capgemini Consulting in der DACH-Region, die Ergebnisse. „Das ist eine starke Herausforderung für die Transportindustrie. Die Preise sind im 3. Quartal 2016 um 1,3 Prozent gesunken und die Ursachen sind recht offensichtlich: Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist der Kapazitätenindex um mehr als 9 Prozent erhöht und der Warenflussindex ist um 1,2 Prozent gesunken". Unter diesen Rahmenbedingungen seien die Transportpreise automatisch unter Druck, analysierte Schneider-Maul. Als Gebot der Stunde sieht er Kostenoptimierungen in den Prozessen und intelligente Frachtallokationen, um Leerfahrten zu vermeiden und Routen weiter zu optimieren. Das sogenannte Smart Forwarding sei das Thema für die nächsten Quartale.

 

„Es ist sehr ungewöhnlich, dass Kapazitätsindex und Preisindex gleichzeitig sinken. Wenn eine Kapazitätsverknappung nicht mehr zu einem Preisanstieg führt, ist dies vor allem für die Transportdienstleister neu – insbesondere, wenn gleichzeitig der Dieselpreis wieder anzieht. Da jedoch mit dem vierten Quartal die Preise in der Regel ansteigen, blicken wir mit Spannung auf die nächsten Monate", ergänzte Peter Förster, Geschäftsführer bei Transporeon.

 

Der Index von Transporeon und Capgemini Consulting ist eine vierteljährlich erscheinende Publikation, die die dynamischen Entwicklungen des Transportmarktes darstellt und analysiert und basiert auf der Logistikplattform von des Anbieters, mit der Verlader täglich ihre Transportbedarfe ausschreiben und an ihre bevorzugten Transportpartner vergeben. Die Informationen werden anonymisiert aus der Plattform erhoben und von Capgemini Consulting analysiert, erläuterten die Anbieter.

 

 

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