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Überwachte Käseproduktion in Spanien

Noch bis Ende 2007 entwickeln deutsche Wissenschaftler für eine Blauschimmelkäse-Produktion in Nordspanien eine lückenlose Produktions- und Transportüberwachung mit Hilfe der RFID-Technologie.
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Redaktion (allg.)
Für rund 100 Käsebauern entwickeln Mitarbeiter des Fachgebiets Logistik (Flog) der Universität Dortmund in Zusammenarbeit mit einem staatlichen Lebensmittellabor aus Spanien seit Mitte 2006 die Möglichkeit der technisch modernen Überwachung ihrer Produktion. Schon beim ersten Produktionsschritt des Käses - dem Einfüllen der Rohmilch in die Form - wird ein 20 mm breiter Transponder aufgebracht, der auch den rund zweimonatigen, sauren Reifeprozess überstehen muss. Beim Verpacken des „Queso Cabrales“, einem Blauschimmelkäse aus Asturien, wird der Funksender dann entfernt und durch eine Seriennummer ersetzt. Auch nach der Ankunft im Supermarkt ist so eine lückenlose Rückverfolgung möglich. Mit einer auf der Verpackung aufgedruckten Nummer kann der Käufer im Internet recherchieren, welcher Landwirt die Milch geliefert hat, wann der Käse die Fertigung verlassen hat und wie lange die Produzenten den Käse im Reifekeller oder wie beim „Queso Cabrales“ in der Reifehöhle gelagert haben. Auch politisch ist diese Kontrolle gewollt: Seit 2005 ist die EU-Richtlinie 178/2002 in Kraft gesetzt. Diese schreibt vor, dass alle Unternehmen der Lebensmittel- und Futterindustrie verpflichtet sind, ihre Warenströme - das beinhaltet Lebensmittel sowie Materialien und Verpackungen, die mit den Lebensmitteln in Berührung kommen - lückenlos zu verfolgen und zu dokumentieren. Im Falle einer Rückrufaktion können so gezielte Chargen von Lebensmitteln aus den Regalen genommen werden.
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