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Umfrage Cargobikes: EU-Kommission prüft Typgenehmigung

Die EU-Kommission will die Typgenehmigung von Cargobikes überprüfen und sammelt dafür Daten aus der Praxis, die es bisher kaum gibt. Lokale NGOs rufen zur Teilnahme auf.

Und wie sieht das in der Praxis aus? Die EU-Kommission sammelt derzeit Daten über den Einsatz von Lastenrädern, um die Typgenehmigung neu zu gestalten. | Foto: Hermes Group
Und wie sieht das in der Praxis aus? Die EU-Kommission sammelt derzeit Daten über den Einsatz von Lastenrädern, um die Typgenehmigung neu zu gestalten. | Foto: Hermes Group
Johannes Reichel

Die EU-Kommission die Potenziale des Transportmittels Lastenrad eruieren und hat als Basis für weitere Maßnahmen eine Umfrage unter Cargobike-Logistikern und -Unternehmern gestartet. Mit der sogenannten "evidenzbasierten Überprüfung der EU-Typgenehmigung" hofft man, ein solides Datenfundament schaffen zu können, um Aussagen zu treffen, ob und inwieweit Cargobikes als Teil der Mikromobilitätsbewegung zur Verkehrssicherheit beitragen. Bisher gebe es kaum Daten über die Branche, konstatiert Martin Seissler von der Organisation City Changer Cargo Bike und zugleich Mitglied im Vorstand des Radlogistikverbands Deutschland (RLVD).

Mit der Beteiligung an der Datenerhebung wollem man den offiziellen EU-Konsultationsprozess unterstützen, der von der britischen Beratungsfirma TRL organisiert wird, appelliert Seissler. Die Antworten werden die Meinung der EU über die Sicherheit von Lastenfahrrädern noch viele Jahre lang weitgehend beeinflussen, glaubt der Lastenradexperte. Zudem warnt er davor, dass wenn es keine ausreichende Datenbasis gebe, die EU die Typgenehmigung für Lastenräder sowie die Verkehrsregeln deutlich einschränken könnte. Erhoben werden etwa Angaben wie zurückgelegte Kilometer für ein festgelegtes Jahr mit der Gesamtflotte, die Anzahl und Schwere der Unfälle, Zahl der Lastenräder und Anhänger in der Flotte sowie das zulässige Gesamtgewicht (ZGG) der eigenen Lastenräder.

Differenziert wird in vier verschiedenen Kategorien, wobei elektrifizierte und nicht-elektrifizierte Lastenräder sowie das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs (ZGG) bis zu/über 300 kg als Trenner verwendet werden. Fahrrad+Anhänger-Kombinationen sind ebenfalls in diesen Kategorien zugeordnet.

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