UPS: Frankfurter Mikrodepot geht in die Verlängerung

Mikrodepot-Pilotprojekt in der Meisengasse hat sich bewährt und soll Bestand haben. Zudem wird es optisch aufgewertet.

Erstrahlt in neuem Glanz: das UPS-Mikrodepot in Frankfurt: (Foto: UPS)
Erstrahlt in neuem Glanz: das UPS-Mikrodepot in Frankfurt: (Foto: UPS)
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

In der Mainmetropole Frankfurt hat der Paketdienstleister UPS sein Mikrodepot-Pilotprojekt in der Meisengasse verlängert und will gleichzeitig für eine optische Aufwertung sorgen, um die Akzeptanz zu verbessern. Seit dem Jahr 2017 betreibt der Paketdienstleister United Parcel Service (UPS) das Mikrodepot in der Meisengasse. Nun geht es in die Verlängerung und erstrahlt zugleich in neuem Design. Gemeinsam mit dem House of Logistics & Mobility (Holm) hätten, so berichtet der Paketdienst, Stadt und UPS überlegt, wie sie das Depot ansprechend und Frankfurt-typisch gestalten können. Nun sei es nicht mehr im CI-typischen Braun gehalten, sondern bunt foliert und zeige die wichtigsten Wahrzeichen der Stadt.

Das Mikrodepot ist im Rahmen des nun verlängerten Pilotprojekts Ausgangspunkt für die Auslieferung von Paketen mit Lastenfahrrädern. Es habe sich als umweltverträgliche Lösung für den städtischen Lieferverkehr, in dem von hoher Empfängerdichte geprägten Gebiet der nördlichen Innenstadt, bewiesen, erklärt Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling.

„Durch das Mikrodepot werden hier im Schnitt drei Fahrzeuge pro Tag eingespart. Das bedeutet nicht nur weniger Fahrzeuge, die in der Innenstadt fahren, sondern auch weniger Fahrzeuge, die in zweiter oder dritter Reihe stehen. Damit einher geht eine maßgebliche Einsparung an CO2-Emissionen.“

So würden bei einer Arbeitsleistung von etwa 300 Tagen pro Fahrzeug im Jahr rund 25 Tonnen CO2 eingespart werden.

Frank Jorgensen, Director Operations South UPS Deutschland, ergänzt:

„Dieses City-Logistik-Projekt in Frankfurt am Main wird erst durch die Unterstützung der Stadt möglich.“

Der Paketdienst hatte 2012 in Hamburg begonnen, in der Innenstadt Pakete mithilfe von Lastenrädern zuzustellen. Inzwischen habe er, so Jorgensen, vergleichbare Projekte in über 30 Städten realisiert.

„Voraussetzung für diese nachhaltige Form der Paketzustellung sind Mikrodepots für die Zwischenlagerung. Das City-Projekt in Frankfurt zeigt einmal mehr, dass nachhaltige Lösungen für die Innenstadt, die Emissionen und Verkehr reduzieren, durch eine konstruktive Zusammenarbeit möglich sind.“

Auch die Amtsleiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung, Michaela C. Kraft, begrüßt das Projekt:

„Wir haben die städtische Fläche gerne für dieses Pilotprojekt zur Verfügung gestellt. Schließlich wollen wir damit Erfahrungen für die Zukunft sammeln und das geht am besten in der Praxis.“

Holm-Geschäftsführer Michael Kadow freut sich, dass die Idee der Mikrodepots in Frankfurt eine Zukunft hat.

„Das zeigt, die Maßnahme funktioniert und ist durch ihre positiven Auswirkungen auf die CO2-Emissionen und den Verkehrsfluss ein Gewinn für die Stadtlogistik.“

Um für eine nachhaltige Akzeptanz bei den Bürgern zu sorgen, sei auch das visuelle Erscheinungsbild des Depots ein entscheidender Faktor. Mit der attraktiven Neugestaltung des Mikrodepots lägen nun alle Voraussetzungen vor, die Frankfurterinnen und Frankfurter für diese innovative Logistiklösung zu gewinnen. Grundsätzlich stehe die Errichtung von Mikrodepots im öffentlichen Raum auch immer anderen Nutzungsmöglichkeiten gegenüber. ein ansprechendes Design solle daher auch die Akzeptanz fördern. Die Frage über Mikrodepots im öffentlichen Raum soll im Prozess zu einem „Masterplan Mobilität & Verkehr“ grundsätzlich geklärt werden.

Printer Friendly, PDF & Email