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UPS/GreenBiz-Studie: Kosten und Umwelt sind Motive für den E-Umstieg

In einer gemeinsamen Studie befragte man 200 Entscheider in Unternehmen zur Elektromobilität. Die ist deutlich im Aufwind, auch wenn Kaufpreis und Ladeinfrastruktur noch hemmen.

Der jüngste Streich: Im breiten Portfolio an Kooperationen reiht sich bei UPS seit August auch das US-Unternehmen Thor ein. | Foto: UPS
Der jüngste Streich: Im breiten Portfolio an Kooperationen reiht sich bei UPS seit August auch das US-Unternehmen Thor ein. | Foto: UPS
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Johannes Reichel

Vorteile für die Umwelt und sinkende Betriebskosten sind laut der gemeinsamen Report des Paketdienstleisters UPS und GreenBiz sind dies die beiden Hauptfaktoren, um kommerzielle Flotten zu Elektrofahrzeugflotten umzurüsten. In der Studie „Curve Ahead: The Future of Fleet Electrification“ identifizieren Branchenführer die wichtigsten Motive und Hindernisse für die Elektrifizierung sowie Strategien, um den Markt für gewerbliche Elektro-Fahrzeuge von der Nische in den Mainstream zu bringen. Hauptmotivation elektrisch umzurüsten sind für 83 Prozent der befragten Großunternehmen Nachhaltigkeits- und Umweltziele. Für 64 Prozent der Befragten ist der zweitgrößte Faktor niedrigere Gesamtbetriebskosten – unter Berücksichtigung der direkten und indirekten Kosten und der Einsparungen über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs. "Neben der Kraftstoffeinsparung sind Elektrofahrzeuge üblicherweise wartungsärmer als herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, was geringere Wartungskosten bedeutet", präzisiert der Logistikdienstleister.

Kaufpreis und Ladeinfrastruktur als größte Hemmschuhe

Trotz des Wunsches nach Elektrifizierung stehen viele Flottenbetreiber vor Herausforderungen. 55 Prozent der Befragten nannten den anfänglichen Kaufpreis von elektrischen Nutzfahrzeugen als größte Hürde. 44 Prozent halten eine unzureichende Ladeinfrastruktur vor Ort für eine Barriere und 92 Prozent gaben an, dass ihre Einrichtung „nicht sehr gut ausgestattet“ sei, um gewerblichen Ladebedürfnissen gerecht zu werden. Die Studie ergab jedoch auch, dass weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen mit Regierungen oder Versorgungsunternehmen zusammenarbeiten, um die Ladeinfrastruktur gemeinsam voranzutreiben.

„Die Herausforderungen hinsichtlich der Kosten und Infrastrukturanforderungen können gewaltig sein, aber wir haben begonnen, Lösungen zu entwickeln", erklärte Scott Philippi, Senior Director of Automotive Maintenance and Engineering bei UPS.

In den USA habe man vor kurzem 50 elektrisch betriebene Zustellfahrzeuge bestellt, von denen man erwarte, dass sie in etwa die gleichen Gesamtkosten haben werden wie konventionelle, dieselbetriebene Fahrzeuge. "In London konnten wir durch eine Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Organisationen eine Lösung für unseren Stromladebedarf finden", erzählte Philippi weiter. Die wirtschaftliche Betrachtung kombiniert mit der zunehmenden Bevorzugung von Elektrofahrzeugen seitens der Städte und Landesregierungen, werde helfen, den Wendepunkt für die Einführung einer großen Elektrofahrzeugflotte zu erreichen, ist der Manager überzeugt.

Einstiegslösung: Leasen statt Kaufen

Im Bezug auf Lösungsansätze sammelte die Studie weitere Erkenntnisse. Statt einer groß angelegten Flottenüberholung würden viele Unternehmen beim Austausch von Fahrzeugen den Schwerpunkt auf elektrische Optionen legen – und Elektroleasingoptionen in Betracht ziehen, um den Anschaffungspreis zu umgehen. „Obwohl die Umstellung kommerzieller Flotten auf eine elektrische Zukunft sehr komplex ist, verbessern sich die Fahrzeugtechnologien und Optionen zur Modernisierung der Infrastruktur schnell", erklärte Paul Carp, Director Research und Senior Analyst der GreenBiz Group.

Der Markt für gewerbliche Elektro-Fahrzeuge wächst aus Sicht der Autoren. 70 Prozent der Unternehmen berichteten, dass sie eng mit Fahrzeugherstellern und -zulieferern zusammenarbeiteten, um die neuesten Technologien und Merkmale von Elektrofahrzeugen gemeinsam zu identifizieren. Diese Kommunikation sei wichtig, da 32 Prozent der Befragten eine unzureichende Produktverfügbarkeit als Hindernis bezeichneten, so die Studienautoren weiter. UPS etwa arbeitet mit Nutzfahrzeugherstellern wie ARRIVAL, Tesla, Thor Trucks und Workhorse zusammen.

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