Versandhandel: Sport-Tec baut neues Hochregallager

Vor dem Hintergrund eines kontinuierlichen Firmenwachstums errichtet das auf Physio- und Fitnessprodukte spezialisierte Unternehmen eine automatisierte Anlage für 7.500 Paletten und 30.000 Lagerbehälter.

Das neue Hochregallager mit angrenzendem Wareneingangsterminal und sechs Lkw-Brücken. | Bild: ak(plan) GdbR architekten-innenarchitekten
Das neue Hochregallager mit angrenzendem Wareneingangsterminal und sechs Lkw-Brücken. | Bild: ak(plan) GdbR architekten-innenarchitekten
Tobias Schweikl

Die Sport-Tec GmbH Physio & Fitness, ein Versandhändler im Physio- und Fitnesssektor, errichtet am Firmensitz in Pirmasens ein neues Hochregallager mit angrenzendem Wareneingangsterminal und sechs Lkw-Brücken. Auf 3.800 Quadratmetern sollen in der finalen Ausbaustufe 7.500 Palettenplätze und 30.000 Lagerbehälterplätze entstehen. Die im Hauptgebäude vorhandenen rund 6.000 Quadratmeter umfassenden Lagerressourcen sollen künftig hauptsächlich für schwerere Artikel und Sperrgut genutzt werden.

Das Unternehmen hält für seine Kunden rund 80 Prozent der mehr als 10.000 gelisteten Produkte durchgehend vor. Täglich werden in Pirmasens über 1.000 Bestellungen abgewickelt. Das Unternehmen beschäftigt 50 Mitarbeiter; aktuell werden noch weitere Mitarbeiter für den Logistikbereich gesucht.

„Unsere Investition in den Standort und die Logistik macht uns nicht nur schneller und schlagkräftiger, sie ermöglicht uns vor allem auch, unser Produktsortiment zu erweitern und noch attraktiver zu gestalten“, erklärt Manfred Motl, geschäftsführender Gesellschafter von Sport-Tec GmbH.

Das in Architektur und Objektplanung von der ak(plan) GdbR architekten-innenarchitekten betreute Projekt ist Anfang 2019 gestartet, die Fertigstellung für Herbst 2021 geplant. In dem Lager wird ein intralogistisches System von psb intralogistics sämtliche Lagervorgänge inklusive Kommissionierung steuern und überwachen.

Ziel ist die vollautomatische Ein- und Auslagerung der Ware mit elektronisch überwachter Kommissionierung, Verpackung und Versendung. Dafür gelangen die kommissionierten Warenausgänge über eine Warenbrücke in den Hauptgebäudetrakt zum Versandterminal, das in einem vorgeschalteten Bauprojekt bereits logistisch optimiert wurde und über mehrere Andockstationen für Wechselcontainer und eine Sprinter-Rampe verfügt. Alle bis 14 Uhr eingehenden Aufträge sollen dann am gleichen Tag ausgeliefert werden können. Die Gesamtinvestition beläuft sich im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Der Lagerneubau befindet sich hinter einem vor rund zehn Jahren angekauften Gebäude. Die verbindende Warenbrücke zum gleich hohen Hauptgebäude überquert eine Lkw-Straße und Parkplätze. Die topographische Lage erfordert eine Pfahlgründung mit Abstützung des Stahltragwerk-Gebäudes gegen den Hang. Es misst ab Bodenplatte des Bestandsgebäudes 15 Meter in die Höhe und zehn Meter in die Tiefe.

Das 85.000 Kubikmeter umfassende Gebäude bietet neben Lager- und Kommissionierungsfläche auch Raum für Lagerbüros und einen Sozialbereich. Die Ladezone enthält drei Lkw-Plätze und einen Sprinter-Platz mit Hebebühne. Außerdem sind drei Tore für die Rückführung und Entsorgung von Verpackungsmaterial mit Abfallcontainer-Stellplätzen vorgesehen.

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