Versandsoftware: Delo digitalisiert mit AEB

Durch den Einsatz einer Versandsoftware konnte der Klebstoffspezialist Delo seine Durchlaufzeiten um durchschnittlich 30 Prozent reduzieren.

Für direkt angeschlossene Transportpartner kann Delo automatisch korrekte Label, Versanddokumente und EDI-Nachrichten erstellen. | Bild: AEB
Für direkt angeschlossene Transportpartner kann Delo automatisch korrekte Label, Versanddokumente und EDI-Nachrichten erstellen. | Bild: AEB
Tobias Schweikl

Die Delo Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA hat ihren Versandprozess digitalisiert und optimiert. Eine Versandsoftware des Stuttgarter IT-Spezialisten AEB SE unterstützt nun bei der Sendungsbildung, beim Verpacken, bei der Gefahrgutabwicklung und beim Verladen aller Warensendungen. Auch die Exportabwicklung und die Kommunikation mit dem Zoll erfolgt über das neue System. Ausschlaggebend für die Einführung war das anhaltende Wachstum von Delo in den letzten Jahren.

„Mit dem gestiegenen Sendungsaufkommen geriet unser bisheriger Prozess immer mehr an seine Grenzen“, erklärt Christian Walther, Leiter Produktion und Logistik bei Delo.

An die Lösung sind zudem sieben Transportpartner direkt angebunden. Damit kann Delo für diese Dienstleister automatisch korrekte Label, Versanddokumente und EDI-Nachrichten erstellen. Für den Versand mit rund 150 weiteren Spediteuren, vor allem bei den Incoterms „Ex Works“ und „FCA“, erstellt die Software zudem generische Versandlabel und Speditionsaufträge.

In der Software sind auch spezielle Kühlmittel-Verpackungsprozesse hinterlegt – etwa für temperaturempfindliche Klebstoffe. Hier kommt die Ware in der Regel zusammen mit einem Temperaturrecorder in eine Styroporbox mit Trockeneis. Die Software erkennt anhand von Artikelnummer und Positionstypen die Anforderungen und führt den Packer Schritt für Schritt durch den Ablauf. Zudem zeigt die Lösung beispielsweise an, ob und welcher Gefahrgutaufkleber anzubringen ist.

Seit März 2021 ist die Software in allen Bereichen im Einsatz. Delo wickelt damit nun jährlich gut 20.000 Sendungen mit rund 35.000 Packstücken ab.

„Unser Ziel war es, durch konsequente Digitalisierung und eine vollintegrierte Software die Prozesssicherheit, den Automatisierungsgrad und die Effizienz zu steigern. Das haben wir erreicht“, so Christian Walther.  

Im Zuge der Umstellung sanken die Durchlaufzeiten für einen Versandauftrag laut AEB im Schnitt um etwa 30 Prozent. Die größte Zeitersparnis hätte es im Versandbüro bei größeren, komplizierten Sendungen gegeben. Diese hätten vorher oftmals mehrere Stunden in Anspruch genommen und würden heute in weniger als 60 Minuten bearbeitet.

Das Unternehmen hatte bisher unterschiedliche IT-Systeme im Versand im Einsatz und einige Prozessschritte wurden manuell erledigt. Für die Ausfuhranmeldungen setzte das Unternehmen beispielsweise auf eine Zollsoftware eines Drittanbieters, die Versandlabel wurden über Tools der jeweiligen Transportpartner erzeugt und Lieferungsdokumente im ERP-System erstellt. Die daraus resultierenden Systembrüche sowie belegbasierte Prozessschritte gehören jetzt der Vergangenheit an. Mit der neuen Software profitiert Delo amit neben kürzeren Verarbeitungs- und Durchlaufzeiten auch von einer durchgängigen Datentransparenz.

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