Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigt erste Bilder vom ID. Buzz

Hersteller lüftet erste Fotos des vollelektrischen Vans, der unterhalb des T7 positioniert wird, aber kaum weniger Platz bieten dürfte. Und einen modernen E-Antrieb mit 300 bis 500 Kilometer Reichweite.

VW hat erste Bilder des ID. Buzz veröffentlicht. | Foto: VW
VW hat erste Bilder des ID. Buzz veröffentlicht. | Foto: VW
Johannes Reichel
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Der neue ID. Buzz basiert auf dem MEB-Baukasten und dürfte deutlich unter dem T7 positioniert werden. Er könnte dank guter Raumausnutzung aber fast ebenso viel Platz auf 4,70 Meter Länge bieten. Fraglich ist, ob VW vor allem für die geschlossene Nutzfahrzeug-Variante mit dem Namenszusatz "Cargo" noch eine längere Version mit mehr vergrößertem Radstand bringen wird. Er soll vorn auch einen Frunk (nicht nur) für die Ladekabel bieten, der bis zu 200 Liter Platz aufweist. Innen wird auch der ID. Buzz den Modularen Infotainment-Baukasten (MIB) nutzen. Auf ersten Erlkönig-Innenraumfotos sieht man analog zu ID.3 bis ID.5 ein kleines leicht geschwungenes Cockpit-Display hinter einem Dreispeichenlenkrad. Dazu ein weiteres Display im Querformat samt der üblichen Slider und Toch-Tasten.

Das Batterie-Pack und die Antriebseinheiten sind im Boden platziert, der Ladeboden ist eben. Noch ein Fragezeichen steht hinter den Motorisierungen und die Akku-Größen. Neben den 58- und 77-kWh-Akkus könnte es zumindest in der Langversion auch einen 100-kWh-Akku geben. So sollen knapp 300 bis über 500 km Reichweite nach WLTP drin sein. Damit ist das Setup deutlich moderner als beim jüngst neu vorgestellten T7 auf der Pkw-Konzern-Plattform MQB, den es lediglich als Plug-in-Hybrid-Modell mit maximal 50 Kilometer elektrischer Reichweite gibt. Der T6.1 wird einstweilen weitergebaut und vertrieben, ausschließlich als Diesel.

Ab 2025 soll der ID.Buzz auch autonomes Fahrzeug bei der Ridepooling-Tocher Moia laufen. Testwagen drehen unter anderem auch in München erste Runden. Die Technologie dafür stammt von US-amerikanischen Spezialisten Argo AI, an dem sich VW und Ford beteiligt haben.

Interessant sind die Namen: Hier hat sich Volkswagen laut Auto Motor und Sport unter anderem die Namen Samba und E-Samba schützen lassen. Trotzdem könnt es bei „Buzz“ bleiben, denn phonetisch hat man dann wieder einen VW Bus im Programm und im Englischen bedeutet Buzz "Surren" oder "Brummen".

Was bedeutet das?

Mit dem ID.Buzz wird VW auch auf Touran- und Sharan-Käufer zielen – analog zum flacher bauenden T7. Wer den Platz des aktuellen T6b Kastenwagens braucht, muss auf einen dritten Van warten, den VW dafür von künftigen Ford Transit Custom ableiten wird.

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