Voltia: Nissan e-NV200 mit Superhochdach

Ein nochmals erhöhtes Dachmodul verhilft dem raumeffizienten E-Transporter, dessen Produktion leider bald eingestellt wird, zu lieferdienstgemäßen 10 m³ Volumen.

Sahnehäubchen: Der Voltia XL bekommt noch eine Expansion verpasst, bevor Nissan die Plattform mit dem Wechsel auf Renault-Basis einstellt. | Foto: Voltia
Sahnehäubchen: Der Voltia XL bekommt noch eine Expansion verpasst, bevor Nissan die Plattform mit dem Wechsel auf Renault-Basis einstellt. | Foto: Voltia
Johannes Reichel

Der slowakische E-Van-Umrüster Voltia hat jetzt auch eine Superhochdach-Version des Nissan e-NV200 XL vorgestellt, die für Lieferdienste gemäße 10 m³ Volumen im Laderaum bietet. Das Fahrzeug mit erhöhtem Gfk-Dach soll zunächst in der Slowakei hergestellt werden. Die Produktion in den Partner- Werken in Großbritannien und Frankreich beginnt später. Als erstes Unternehmen setzt DPD Slowakei das neue E-Van Modell in einem Pilot-Projekt ein. Im Vergleich zum Standarmodell des adaptierten Nissan-E-Vans, das der Hersteller im vergangenen Jahr sogar in sein offizielles europäisches Portfolio übernommen hat, das aber mit dem Plattformwechsel auf die Renault-Basis bald ausläuft, ist die XL-Version um 28 cm höher und bietet 2,2 statt 1,9 Meter Laderaumhöhe, bei gleicher Fahrzeugbreite und Nutzlast (580 kg) des 5,03 Meter langen und 1,76 Meter schmalen 2,2-Tonners. Die höhere Frachtkapazität werde unter anderem durch den 1,35 m tiefen Frachtraum über der Fahrerkabine erreicht. Die Reichweite im urbanen Verkehr soll aber dem Standard-Modell ähnlich sein und bei über 200 km im City-Einsatz liegen.

Juraj Ulehla, Voltia’s Co-Gründer und CEO, begründet die Weiter-Entwicklung mit dem schnell angestiegenen Liefer-Volumen der Voltia-Kunden während der anhaltenden Pandemie. Mit diesem Modell verbessere man zudem das Verhältnis von Kaufpreis und Gesamtbetriebskosten (TCO) zum Kubikmeter weiter und will seine Position in diesem Segment in Europa weiter stärken. Der Preis pro Kubimeter habe um 20 Prozent gesenkt werden können, wirbt man.

„Unsere Kunden werden den um 2 m³ größeren Laderaum zu schätzen wissen. Damit leisten auch wir einen kleinen Beitrag, um die Auswirkungen der Pandemie etwas erträglicher zu machen“, meint Ulehla.

Peter Pavuk, CEO von DPD Slowakei berichtet aus dem dreiwöchigen Pilot-Projekt, bei dem man mehr als 1.000 km mit der 10m³-Version fuhr und mehr als 2.000 Pakete auslieferte. Im Vergleich zu den 6m³ und 8m³-Versionen sei das Fahrzeug mit seinem Mix aus Liefervolumen, Reichweite und größeren Emissions-Einsparungen pro Paket optimal. Das vergrößerte Modell soll zunächst im slowakischen Trnava produziert werden, um von dort aus Kunden in den Nachbarländern bedienen zu können, kündigte der Hersteller an.

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